Geschäftsjahr 2016

Sparkasse Göttingen knackt Rekordwerte

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Blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück: Sparkassenchef Rainer Hald (Zweiter von rechts) und seine Vorstandskollegen Frank Sikora (von links), Michael Rappe und André Schüller.

Göttingen. Die Sparkasse Göttingen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr mit gleich mehreren hausinternen Bestmarken zurück.

„2016 war ein herausforderndes Jahr für die deutsche Kreditwirtschaft“, sagte der Vorstandsvorsitzende Rainer Hald bei der Präsentation Jahresbilanz. Durch die Niedrig- und Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank, den aufsichtsrechtlichen Anforderungen und neuen Trends im Bankgeschäft wie der zunehmenden Digitalisierung seien gerade Regionalinstitute wie die Sparkasse Göttingen in dieser Zeit sehr stark gefordert. Die Erwartungen in 2016 waren aus diesem Grund auch eher gedämpft. „Deshalb blicken wir umso zufriedener auf das abgelaufene Geschäftsjahr“, betonte Hald.

Mit einem aktiven Kundengeschäft sei es der Sparkasse Göttingen in allen wichtigen Bereichen des Bankgeschäftes gelungen, die eigenen Erwartungen zu übertreffen. Das Darlehensneugeschäft wurde mit einem Rekordwert von 500 Millionen Euro um fast 30 Prozent gesteigert, das Kundenkreditvolumen wuchs nach Tilgungen um nahezu fünf Prozent auf über 2,4 Milliarden Euro (ein Zuwachs von 110 Millionen).

Auch die Kundeneinlagen legten überdurchschnittlich zu. Mit einem Wachstum von fast 190 Millionen Euro (plus neun Prozent) wurde hier erstmals ein Kundeneinlagenvolumen von 2,2 Milliarden Euro erreicht. „Damit wuchs die Sparkasse Göttingen deutlich stärker als der Gesamtmarkt“, freute sich Hald. Mit einem Betriebsergebnis von rund 24 Millionen Euro liegt die Sparkasse deutlich über den ursprünglichen Prognosewerten für 2016.

„Damit liegen wir weiterhin über dem Durchschnitt aller niedersächsischen Sparkassen“, betonte Hald. Bei den Belastungen der Kreditwirtschaft durch die Niedrigzinsphase gewinne das Bewertungsergebnis zusätzlich an Bedeutung. Mit 5,4 Millionen Euro liegt der Jahresüberschuss leicht über dem des Vorjahres. „Damit wird die Sparkasse Göttingen den weiter gestiegenen aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalanforderungen vollauf gerecht“, so der Sparkassenchef. „Eine wichtige Voraussetzung, um den Anforderungen auch in der Zukunft gerecht zu werden.“

Einlagen auf Rekordhöhe 

Obwohl die Sparkasse Göttingen mit einem Kundeneinlagenvolumen von 2,2 Milliarden Euro (ein Wachstum von fast 190 Millionen Euro) einen weiteren Rekordwert aufstellte, blickt Vorstandschef Rainer Hald nur verhalten optimistisch in die Zukunft. „2017 wird in Anbetracht der bekannten Rahmenbedingungen ein noch schwierigeres Jahr für alle Institute als 2016“, sagte er. Die Niedrigzinspolitik fresse sich unaufhörlich in die Bilanzen und die Ertragsentwicklung der Banken hinein.

Und so werde auch die Sparkasse Göttingen vor nicht geringeren Herausforderungen stehen. „Die zukunftsorientierte Geschäftspolitik, das realwirtschaftlich verankerte Geschäftsmodell und die enge Verbundenheit mit den Kunden und der Region wird uns aber auch 2017 wieder die Chance geben, diesen Herausforderungen gerecht zu werden.“ (per)

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