Diskussion um Neugestaltung hat begonnen

Sparkassen-Fläche in Göttinger City: Wohnen und Kaufen in 1 A-Lage

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Der derzeitige Verwaltungssitz der Sparkasse an der Weender Straße: Die Fassade soll nach dem Umzug an das Groner Tor erhalten bleiben. Das Ensemble im Innern soll neu gestaltet werden.

Göttingen. Im kommenden Jahr bezieht die Sparkasse Göttingen ihre neue Zentrale am Groner Tor. Jetzt gibt es erste konkrete Pläne für die Nutzung der derzeitigen Flächen des Geldinstitutes in der Innenstadt.

Ein Berliner Büro hat Überlegungen für die Nutzung des Areals zwischen Weender Straße und Prinzenstraße erarbeitet. Sie wurden im Bauausschuss vorgestellt und sollen möglichst schon ab 2019 mit Investoren umgesetzt werden, die der Stadt Göttingen verbunden sind.

Idee: Malerische Gassen

Kernpunkt: Der Innenraum soll völlig neu bebaut und von kleinen Gassen sowie Lichthöfen erschlossen werden, eine kleine Anspielung auf den malerischen Gassen von San Gimignano in der Toskana. Zumindest war davon im Bauausschuss die Rede. Alles soll barrierefrei erreichbar sein. Die Randbereiche mit ihren Fassaden, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen, sollen erhalten bleiben.

Im Erdgeschoss sowie im ersten Obergeschoss sollen Einzelhandelsgeschäfte sowie Gewerbetreibende angesiedelt werden. Ab dem zweiten Obergeschoss sollen etwa 80 Wohnungen unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtwohnfläche von 7500 Quadratmeter (ein Fußballfeld) entstehen - vom Studentenappartement bis zur großen Maisonettewohnung für Familien.

Sven Fischer von der Sparkasse Göttingen machte deutlich, dass die künftigen Einzelhandelsgeschäfte, die dort angesiedelt werden sollen, über die Ladenmieten das Innenstadt-Projekt hauptsächlich finanzieren sollen. „Nur über die Wohnungsmieten lässt sich das nicht tragen“, sagte Fischer.

Ankermieter für Flächen bis 3000 Quadratmeter

Gleichzeitig fordert Fischer die Möglichkeit, Ankermieter mit 2000 bis 3000 Quadratmetern Ladenfläche in dem künftigen Ensemble unterbringen zu können.

„Wir haben kein Interesse, dass der bestehende Einzelhandel unter den Ansiedlungen leidet“, sagte Fischer. Stattdessen sollen Einzelhandelsunternehmen gefunden werden, die das bestehende Göttinger Angebot erweitern. „Wir wollen unten Flexibilität haben, um das oben bezahlen zu können“, sagte Fischer mit Blick auf die mögliche Nutzung des Areals mit Einzelhandel und Büros in den beiden unteren Geschossen und mit Wohnungen in den oberen Geschossen. Insgesamt sollen Geschäfte und Gewerbe eine Fläche von mehr als 6700 Quadratmetern, fast die Größe eines Fußballfeldes, bekommen.

Bei den Göttinger Ratsvertretern kamen die Ideen für die künftige Nutzung des Filetstücks in 1 A-Lage gut an. Sie äußerten einen Wunsch: Bitte keine Flachdächer in der künftigen Bebauung. „Die filigrane Bebauung passt gut in die Innenstadt“, sagte Manfred Hilterhaus vom Seniorenbeirat.

Sparkasse bleibt in der Innenstadt

Die Sparkasse Göttingen selbst will nach dem Umzug der Filiale an das Groner Tor weiterhin in der Innenstadt bleiben, verspricht das Kreditinstitut. Schließlich betreut die bestehende Filiale an der Weender Straße mehr als 50 000 Kunden. „Eine Reduktion des Dienstleistungsangebots ist nicht geplant“, hieß es bereits im Frühjahr von der Sparkasse.

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