Zeuginnen sagen aus

Sparkassen-Überfall in Gittelde: Geld kam angeblich von Nachbarin

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Eingang zum Landgericht Göttingen.

Göttingen/Gittelde. Im Prozess um einen Raubüberfall auf eine Sparkassenfiliale in Gittelde (Kreis Göttingen) hat das Landgericht Göttingen eine Ehefrau und eine Nachbarin eines der drei Angeklagten als Zeugen gehört.

Im Kern ging es dabei um die Frage, wo das Geld aus dem Überfall geblieben ist.

Die Polizei war bei ihren Ermittlungen darauf gestoßen, dass die Ehefrau des 50-jährigen Angeklagten aus Bad Oldesloe nach dem Überfall im Januar mehrfach Bargeldbeträge auf ihr Konto eingezahlt hatte. Nach Angaben der beiden Zeuginnen stammte das Geld jedoch aus einer anderen Quelle. Demnach hatte die Nachbarin der mit ihr befreundeten Ehefrau damals 3500 Euro geliehen, damit diese Mietrückstände und andere Rechnungen begleichen konnte.

In dem Prozess müssen sich neben dem 50-jährigen Metallbauer aus Bad Oldesloe noch ein 61-jähriger Mann aus Hanau und ein 44-jähriger Anlagen- und Maschinenführer aus Eisenach wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Die Ehefrau des 50-Jährigen hatte in der Folgezeit mehrfach an einem Geldautomaten Bar-Beträge eingezahlt. Die Nachbarin gab an, dass sie im Januar dreimal Geld von ihrem Konto abgehoben und ihrer Freundin geliehen habe. Das Geld sei auch als Entlohnung für deren Ehemann gedacht gewesen, weil dieser ihr bei Umbauarbeiten in ihrer Wohnung geholfen habe. „Das sollte verrechnet werden.“

Dazu sei es aber nicht mehr gekommen. Als sie in die Wohnung einzog, sei der 50-Jährige „nicht mehr da“ gewesen. Fahnder hatten ihn rund vier Wochen nach dem Überfall in Bad Oldesloe verhaftet. „Das kam aus heiterem Himmel, wir waren alle geschockt“, sagte die Ehefrau.

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