Lüftungsanlagen möglich?

Göttinger SPD sieht Lüftungsproblem in Schulen

Blick auf eine Fensterfassade der Vogt-Realschule in der Theodor-Heuss-Straße in Göttingen. 
Symbolbild: Thomas Kopietz
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Blick auf eine Fensterfassade der Vogt-Realschule in der Theodor-Heuss-Straße in Göttingen.

Schulen in Luftnot: Den Verantwortlichen in Göttinger Schulen könnte es in den nächsten Wochen, wenn es kühler wird, schwerfallen, unter Corona-Vorschriften ausreichend für Lüftung in Klassenräumen zu sorgen.

Göttingen - Da gibt es manchmal nur Kippfenster, nicht groß zu öffnende Flügelfenster, die arretiert sind oder vor denen sogar Pfeiler stehen. Die SPD-Stadtratsfraktion bringt das Thema nun per Antrag in die Ratssitzung am Freitag (16 Uhr, Lokhalle).

Laut SPD soll von der Verwaltung geprüft werden, ob und wie sinnvoll es ist, die Göttinger Schulen mit dezentralen Lüftungsanlagen auszustatten oder „weitere Lüftungsmaßnahmen“ zu ermöglichen – mit dem Ziel, die Corona-Infektionsgefahr durch Aerosole zu minimieren.

„Wir halten es für besonders wichtig, dass regelmäßig und gut in den Klassenräumen gelüftet wird oder durch andere Maßnahmen die Innenraumluft gereinigt wird“, sagt Frauke Bury die stellvertretende. Vorsitzende und schulpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion, die auch Schulausschussvorsitzende ist.

Das Lüften sei im Schulalltag ein Problem: „Man schafft es angesichts der oft vorhandenen hohen Schülerzahlen, der räumlichen Gegebenheiten sowie der Länge der Unterrichtseinheiten kaum noch, durch konsequentes Lüften in den Pausen für einen ausreichenden Luftaustausch zu sorgen, der auch in der darauffolgenden Unterrichtsstunde eine gute Raumluftqualität gewährleistet.“

Mit Beginn der Herbstzeit werde es zudem noch schwieriger, in den Klassenräumen durch Stoßlüften oder geöffnete Fenster die Corona-Infektionsgefahr durch Aerosole zu reduzieren.

Dezentrale Lüftungsanlagen, zumindest für kleine Klassenräume, könnten eine Lösung sein.

Über allem, so die SPD-Fraktion, stünde das Ziel, einen erneuten Schul-Shutdown zu vermeiden.

Für Tom Wedrins, Fraktionschef und Schulleiter der Geschwister-Scholl-Gesamtschule betont: „Je mehr Schüler und Schülerinnen pro Tag die Schule besuchen können, umso besser“.

Unterrichtsausfälle, generell oder für einzelne Schüler, müssten verhindert werden: „Das wirft vor allem die lernschwächeren Schüler und Schülerinnen noch weiter zurück als bisher“, betonen Bury und Wedrins.  

ana/tko

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