Fundstücke für Bedürftige

Vorschlag der Göttinger SPD: Räder an Flüchtlinge verschenken

Vorschlag: Die SPD möchte Fundräder, die die Stadt versteigert, an Bedürftige und Flüchtlinge verschenken. Das Bild zeigt Räder am Göttinger Bahnhof. Archivfoto: bsc

Göttingen. Einen ungewöhnlichen Vorschlag will die SPD-Fraktion im Göttinger Rat in den Sozialausschuss einbringen: Fahrräder sollen nicht mehr zur Aufbesserung des Etats versteigert, sondern an Flüchtlinge und andere Bedürftige verschenkt werden.

Nach Ansicht des Sozialausschussvorsitzenden Dr. Klaus-Peter Hermann verbessert ein eigenes Fahrrad die Lebensqualität der Betroffenen deutlich. „Wir schlagen daher vor, die vom städtischen Baubetriebshof gesammelten Fahrräder aufzuarbeiten, zu reparieren und anschließend den betroffenen Menschen zur Verfügung zu stellen.“ Gerade für Menschen mit einem schmalen Einkommen bedeutet gesellschaftliche Teilhabe, auch die Möglichkeit mobil zu sein, erläutert Ausschussvorsitzender Hermann. Vorbild für die Aktion ist das Sozialamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Dort wurde mit weiteren Projektpartnern ein ähnliches Projekt bereits im Sommer 2014 ins Leben gerufen. Durch die Beteiligung von Projektpartnern könne sichergestellt werden, dass die Fahrräder verkehrssicher hergerichtet wurden.

Die SPD-Ratsfraktion möchte die alljährliche Versteigerung von Fahrrädern zumindest in diesem Jahr aussetzen. Stattdessen soll der aktuelle Bestand der Fahrräder in der Fahrradwerkstatt der Beschäftigungsförderung aufgearbeitet und an in Göttingen lebende Flüchtlinge und andere bedürftige Menschen in einer besonderen Aktion verschenkt werden. „Das ist auch ein Zeichen von Willkommenskultur“, sagt Hermann abschließend. Der Göttinger Sozialausschuss tagt am Dienstag, 10. März. 

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