Unterbezirk Göttingen der Sozialdemokraten

SPD wählt neuen Vorstand und ist auf der Suche nach sich selbst

Der neue Vorstand im SPD Unterbezirk Göttingen: Von links Schrader, Dr. Karl Adam, Andrea Riedel-Elsner, Doris Glahn, Thomas Oppermann, Frauke Bury, Bärbel Diebel-Geries, Andreas Philippi, Sebastian Hahn, Gerd Hujahn. Foto: Schröter

Gieboldehausen. Thomas Oppermann bleibt erneut der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Göttingen. Der Unterbezirksparteitag wählte einen Vorstand und will die Partei runderneuern.

Beim Unterbezirksparteitag in Gieboldehausen wurde der Bundestags-Vizepräsident  mit großer Mehrheit in seinem Amt bestätigt.

„Ich danke Euch für das Vertrauen und freue mich wirklich sehr über die Wiederwahl“, sagte Oppermann, der damit in sein 30. Jahr als Unterbezirksvorsitzender geht.

Als Stellvertreter Oppermann neu gewählt wurden der Landtagsabgeordnete Gerd Hujahn aus Lippoldshausen, Frauke Bury (Göttingen), Bärbel Diebel-Geries (Gleichen) und Andreas Philippi (Herzberg). Als stellvertretende Vorsitzende im Amt bestätigt wurde die Duderstädterin Doris Glahn (Duderstadt).

Ebenfalls in ihren Ämtern bestätigt wurden der Finanzbeauftragte Sören Steinberg (Rosdorf), die Bildungsbeauftragte Andrea Riedel-Elsner (Friedland) sowie die beiden Mitgliederbeauftragten Dr. Karl Adam (Göttingen) und Uwe Schrader (Osterode).

Neu im Vorstand als Schriftführer ist Sebastian Hahn (Osterode). Außerdem ernennte der neu gewählte Vorstand die ehemalige stellvertretende Vorsitzende Nortrud Riemann (Münden) zur Beauftragten für Dörfer und ländlichen Raum sowie Andreas Klatt zum Beauftragten für Arbeitnehmer- und Gewerkschaftskontakte.

Abgesehen von den Vorstandswahlen stand der Unterbezirksparteitag ganz im Zeichen der geplanten Erneuerung der SPD, was sich auch in den Anträgen widerspiegelte. „Wir sind in einer schwierigen Situation“, befand Thomas Oppermann schon zu Beginn der Veranstaltung. Die Bundestagswahl sei „ein Desaster“ gewesen. „Aber auch danach ist einiges schief gelaufen“.

Wie sich die SPD trotz Regierungsbeteiligung in der großen Koalition neu aufstellen will, darüber sprach der neue Generalsekretär Lars Klingbeil. „Im Kern der Erneuerung steht die Frage, wofür die SPD eigentlich steht“, begann er. Eine Antwort auf diese Frage könne nur die Partei selbst durch die Programmatik ihrer Politik geben. In den zurückliegenden Jahren habe man es viel zu oft versäumt, klare Positionen zu beziehen. „Wir müssen mutige Antworten auf Zukunftsfragen geben“, forderte der Generalsekretär.

Die Fragen nach der Zukunft der Arbeit (Stichwort Digitalisierung) und nach dem eigenen Staatsverständnis sehe er als Kernfragen für den Anstehenden Prozess an. Klingbeil versprach, dass man sich nicht auf Arbeitsgruppen in Berlin konzentrieren, sondern die Basis in die Diskussionen einbeziehen werde. „Die Sehnsucht nach einer starken SPD ist in der Bevölkerung ungebrochen vorhanden, aber die Erneuerung muss gelingen, damit wir Vertrauen zurückgewinnen können“, mahnte Klingbeil. (per)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.