Wichtige Unterstützung für kranke Kinder

Spenden vom Herrenabend: 25.000 Euro für zwei Göttinger Einrichtungen

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Spendenübergabe des „Herrenabends“ an die Göttinger Elternhilfe und den Kinderkrankenpflegedienst: Von links freuen sich Sigrun Traupe, Barbara Möllmann, Nils-Daniel Vogt, Bärbel Matthies, Kerstin Mollenhauer, Dagmar Hildebrandt-Linne, Dieter Brinkmann und Otfried Gericke. 

Über eine saftige Finanzspritze von 25.000 Euro können sich die Göttinger Vereine „Elternhilfe für das krebskranke Kind“ und „Kimbu – Häusliche Kinderkrankenpflege“ freuen.

Beide Einrichtungen erhielten am Dienstag jeweils 12.500 Euro. Zusammengekommen ist die Summe von 25.000 Euro beim sogenannten „Herrenabend“ in Harriehausen bei Bad Gandersheim.

„Seit fast 30 Jahren laden wir jährlich rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu einem Herrenabend bei Bier und Schlachteplatte in Traupes Tenne in Harriehausen ein“, sagt Dieter Brinkmann, Organisator der Initiative. 

Zusammen mit der Einladung werden die Gäste um eine Spende für die Versorgung von schwerkranken Kindern und Jugendlichen gebeten.

Organisator des Wacken Open Air war zu Gast

Der Höhepunkt des Abends ist der Vortrag eines Ehrengastes. Das war im März Holger Hübner, der Organisator des Wacken Open Air-Festivals. Er berichtete unter anderem von seinem Engagement für die Früherkennung und Behandlung von Krebs. Im vergangenen Jahr war der ehemalige Profi-Boxer Henry Maske zu Gast.

„Der Abend ist aber nicht als Spendenveranstaltung gedacht, sondern zum Kennenlernen und Reden“, sagt Brinkmann. „Über die Jahre sind nun fast dreiviertel Millionen Euro gesammelt worden und wir sind stolz darauf, dass die Welt dadurch ein bisschen heller geworden ist“, sagt Brinkmann. 

Er betonte den großen Respekt, den er vor der Arbeit mit kranken Kindern habe. Überrascht über den hohen Betrag waren die Vereinsvertreter. Sie bekräftigen, dass die Arbeit nur durch ein Engagement wie beim Herrenabend möglich sei.

Spenden werden für den Umbau des Elternhaus verwendet

„Wir werden die Spende für den Umbau unseres Spielzimmers im Elternhaus nutzen“, sagt Geschäftsführerin Dagmar Hildebrandt-Linne vom Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind. Eine neue Hochebene und ein Zugang zum Garten sollen geschaffen werden. 

Darüber hinaus ist in den Sommerferien für ehemals an Krebs erkrankte Kinder und Jugendliche und deren Geschwister eine Berlin-Fahrt geplant.

„Auch wir freuen uns sehr über die Spende“, sagt Kimbu-Geschäftsführerin Kerstin Mollenhauer. „Wir haben einen Arbeitsumkreis von bis zu 70 Kilometern rund um Göttingen und die Fahrzeiten werden von den Kassen oft nicht ausreichend vergütet“, sagt Mollenhauer. 

Dabei hätten gerade Familien im ländlichen Bereich weite Wege zu Ärzten und Kliniken und ein schwerstkrankes Kind könne nicht einfach mit dem Auto transportiert werden, sagt Kimbu-Mitarbeiterin Barbara Möllmann. Die Spende wolle man in neue Versorgungsmethoden investieren.

Vereine helfen lebensbedrohlich erkrankten Kindern

Mit dem Elternhaus bietet der Verein Elternhilfe für das krebskranke Kind Eltern die Möglichkeit, in der Nähe ihrer oft lebensbedrohlich erkrankten Kinder zu wohnen, während die in der Klinik behandelt werden. Eine Beratung und Hilfe bei der Wiedereingliederung in Kindergarten und Schule gehören zu den Vereinsaufgaben. 

Besondere Zuwendung erfahren Familien, wenn ein Kind gestorben ist. Kimbu ist ein häuslicher Pflegedienst, der ausschließlich schwerkranke Kinder und Jugendliche versorgt. Dadurch können die Kinder früher aus dem Krankenhaus entlassen oder der Aufenthalt gar verhindert werden.

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