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Göttinger Schüler sammeln 27.000 Euro mit Spendenlauf und Konzertabend

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Von: Eva Krämer

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Gruppenfoto bei einer Spendenübergabe im Max-Planck-Gymnasium in Göttingen.
27.000 Euro Spenden haben die Schüler des Max-Planck-Gymnasiums gesammelt: Ina Günther (Migrationszentrum Göttingen) Antonia Feindt (Schülervertretung), Wolfram Schrimpf (Schulleiter), Dana Gaef (Migrationszentrum Göttingen), Kim Ockerhausen (Lehrerin) und Richenza Tropiszch (Elternvertretung). © Eva Krämer

Schüler und Lehrer des Max-Planck-Gymnasiums in Göttingen wollen geflüchteten Menschen helfen. Mit verschiedenen Aktionen sammeln sie 27.000 Euro.

Göttingen – „Wir hatten irgendwie alle den Drang etwas zu tun und den Menschen aus der Ukraine zu helfen“, sagt Antonia Feindt von der Schülervertretung des Göttinger Max-Planck-Gymnasiums. Gesagt getan. Schüler und Lehrer organisierten einen Spendenlauf, einen Kuchenverkauf, einen Basar und zwei Konzerte. Insgesamt sind stolze 27.000 Euro zusammen gekommen. „Das ist wirklich eine unglaubliche Summe, sagt Schulleiter Wolfram Schrimpf.

Los ging es mit einem Spendenlauf auf dem Göttinger Wall. „Wir als Schülervertretung haben den Lauf mit Unterstützung der Lehrer organisiert und beaufsichtigt“, erzählt Antonia Feindt. Am Abend gab es einen Kuchenverkauf und es wurde gegrillt. „Dabei haben uns viele Eltern unterstützt“, sagt Elternvertreterin Richenza Tropiszch. Auf einem Basar verkauften die Schüler selbst gebastelte Dinge.

Schüler sammeln Spenden: Migrationszentrum erhält einen Teil der Summe

Gleich zwei Konzertabende mit Musik und Schauspiel organisierten Lehrer und Schüler. „Das Highlight des Abends war der erste Auftritt der Lehrerband“, erzählt Lehrerin Kim Ockerhausen. „Auch dort haben wir ordentlich Spenden gesammelt“, sagt Wolfram Schrimpf.

Ein Teil der gesammelten Spenden geht an das Migrationszentrum Göttingen. „Dafür sind wir sehr dankbar“, sagt Ina Günther.

Das Migrationszentrum, das für die Stadt Göttingen und den Landkreis zuständig ist, unterstützt von Beginn an ukrainische Geflüchtete. „Die Menschen, die zu uns kommen, brauchen vor allem Hilfe bei Behördengängen und dem Ausfüllen von Anträgen“, erklärt Dana Gaef.

Das Migrationszentrum bietet zudem Infoveranstaltungen auf Russisch an. „Damit die Menschen nach ihrer Ankunft in Deutschland über ihre Rechte und Pflichten aufgeklärt werden“, sagt Geaf.

Bei ihrer Arbeit werden die Mitarbeiter aus dem Migrationszentrum von vielen Ehrenamtlichen unterstützt. „Wir haben viele Gastfamilien in der Stadt und im Landkreis Göttingen, die ukrainische Menschen bei sich aufgenommen haben“, erzählt Ina Günther. „Doch auch die Gastfamilien sind bei einigen Dingen überfragt, zum Beispiel, wenn es auch um die Aufenthaltsgenehmigung geht. Dort helfen wir dann weiter.“

„Wir helfen den Leuten so lange, bis sie und nicht mehr brauchen“, sagt Dana Gaef. „Uns war wichtig, dass wir mit der Spende eine Organisation in der Region unterstützen. Deshalb haben wir uns für das Migrationszentrum entschieden“, sagt Richenza Tropiszch.

Mit Spenden geflüchtete Mitschüler unterstützen

Aber auch geflüchtete Schüler, die inzwischen auf das Max-Planck-Gymnasium gehen, sollen mit den Spenden unterstützt werden. „26 ukrainische Schüler gehen bereits auf unsere Schule. Sie brauchen dringend Material, wie Taschenrechner oder Tablets“, so Schulleiter Wolfram Schrimpf.

Die Aktionen der Schule helfen nicht nur Geflüchteten aus der Ukraine. „Auch die Schulgemeinschaft wurde dadurch gestärkt“, sagt Kim Ockerhausen. (eck)

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