Illegale Lagerung von Großmüll

Sperrmüllhaufen beeinträchtigen das Bild der Stadt

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Nicht ordnungsgemäß angemeldet: Die Göttinger Entsorgungsbetriebe weisen ausdrücklich darauf hin, dass das Entsorgen von Sperrmüll auf Straßen eine Ordnungswidrigkeit darstellt.

Göttingen. Zahlreiche Sperrmüllhaufen beeinträchtigen das Stadtbild. Bei den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB) liegen dafür gelegentlich keine Abholaufträge vor.

„Das stört erheblich die Sauberkeit des Stadtbildes und lockt erfahrungsgemäß weitere Abfälle an“, sagt Maja Heindorf von den GEB. Was vielen Menschen auch nicht bewusst sei: Sie begehen Ordnungswidrigkeiten. Dass kaputte Möbel und Kühlschränke ohne Termin vor Häusern und auf Grünflächen illegal entsorgt werden, sei eigentlich mit gesundem Menschenverstand nicht nachvollziehbar, führt sie fort.

Dabei ist die Anforderung eines Abholtermins ganz einfach.

Sperrmüll anmelden

Auf der Internetseite der GEB ist unter der Rubrik „Sperrmüllkarte“ die Anmeldung mit wenigen Klicks und Einträgen erledigt. Für Bürger ohne Internetanschluss halten die GEB auch eine Abruf-Doppelkarte bereit, die über den Postweg verschickt werden kann, erklärt Heindorf.

Abholung kostenfrei

Nach einer Anmeldung planen die GEB einen Termin zur Abholung innerhalb von vier Wochen. Der Abholtermin wird dem Kunden zeitnah per E-Mail oder ebenfalls schriftlich nach spätestens 48 Stunden mitgeteilt.

Für Privatleute aus Göttingen ist die Sperrmüllabholung kostenfrei. Allerdings ist die kostenlose Abfuhrmenge auf vier Kubikmeter begrenzt. Das entspricht einer Größe von vier Metern Länge, einem Meter Höhe und einem Meter Tiefe.

Betriebe, Kindergärten, Schulen und Vereine müssen für den Abtransport zahlen.

Das ist Sperrmüll

Zu den sperrigen Abfällen zählen Möbel und Möbelteile der Wohnungseinrichtung, auch Klicklaminat und Bodenbeläge, erklärt Heindorf.

Darüber hinaus werden auch alle sperrigen Gegenstände aus Metallen von der Badewanne bis zum Topf abgefahren. Mitgenommen werden auch alle Elektroaltgeräte, egal ob große oder kleine, sowie Kühl- und Gefrierschränke.

Einzelteile dürfen höchstens 2,20 Meter lang sein und ein Gewicht von 75 Kilogramm nicht überschreiten.

So läuft die Abholung

Der Sperrmüll muss am vereinbarten Termin bis 6 Uhr zur Abholung vor dem Grundstück im öffentlichen Bereich bereitstehen.

Aber: Zu früh herausgestellte Dinge stellen Unfall- und Brandgefahren dar und locken Ungeziefer an. Außerdem könne es dazu führen, dass weiterer Sperrmüll und andere Abfälle hinzukommen, sagt Heindorf.

Das ist kein Sperrmüll

Kleinmüll in Kartons und Säcken, Renovierungsabfälle, Bauschutt und Baustellenabfälle gehören nicht zum Sperrmüll und werden nicht abgeholt. Auch Autoreifen, Autobatterien, Leuchtstofflampen, Türen, Fenster – also verwertbare Abfälle – gehören nicht zu den sperrigen Abfällen. „Hierfür halten wir andere Entsorgungswege bereit“, erklärt Heindorf. (lhn)

• Mehr Informationen:www.geb-goettingen.de

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