Für ICE ausgebaut

Sperrung ICE-Trasse Kassel-Hannover: Ausweichen auf die alte Strecke

Ein Cantus-Zug am Bahnhof Hedemünden: Hier werden von Sonntag, 23. April bis Sonntag, 8. Mai, auch zahlreiche ICE-Züge durchfahren. Archivfoto: Axel Schmidt

Göttingen. Mit der Sperrung der Bahn-Neubaustrecke zwischen Hannover und Kassel von Samstag, 23. April, bis Sonntag, 8. Mai, rückt die alte Strecke auch über Hann. Münden, Witzenhausen und Northeim in den Blickpunkt. Die Infos:

Wie ist der Verlauf der „alten Bahnstrecke“ zwischen Kassel und Hannover? 

Der Streckenverlauf ist von Kassel über -Hann. Münden, Witzenhausen und Eichenberg, Göttingen, Northeim, Kreiensen, Alfeld/Leine, Elze, Nordstemmen nach Hannover.

Können die ICE-Züge auch auf der alten Strecke fahren?

Das ist kein Problem. Genauso wie die Neubaustrecke ist diese Strecke durchgehend zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.

Kann die alte Strecke die zusätzlichen Züge aufnehmen?

Ja, wenn nicht zu viele Güterzüge im Weg sind. Deshalb ist davon auszugehen, dass viele Güterzüge während der 16-tägigen Sperrung weiträumig über andere Regionen Deutschlands umgeleitet werden.

Was ist mit den Privat-Bahnen Metronom und Cantus, die auf den Strecken fahren? 

Metronom – pendelt unter anderem zwischen Hannover und Göttingen – geht davon aus, dass der ICE-Verkehr auf der Leinetalstrecke keine Auswirkungen haben wird. Ähnlich sieht es nach derzeitigen Planungen für den Cantus, fährt auch zwischen Göttingen und Kassel, aus. Endgültige Klarheit für alle Nahverkehrsverbindungen gibt es voraussichtlich ab Freitag, 15. April. Dann sollen die Fahrplandaten online im Netz stehen.

Warum brauchen die ICE-Züge auf der alten Strecke so viel länger?

Sie ist wesentlich kurvenreicher als die Neubaustrecke. Dadurch sind nicht so hohe Geschwindigkeiten möglich, und die Strecke ist schlicht länger. Deshalb verlängert sich die Fahrzeit für ICE zwischen Kassel und Hannover um etwa eine Stunde.

Sind nach dem 8. Mai die Bauarbeiten vorbei? 

Nein, noch lange nicht. Zwischen Hamburg-Harburg und Lehrte wird von Freitag, 17. Juni bis Montag, 18. Juli, gebaut. Anschließend ist bis Freitag, 2. September nochmals die Neubaustrecke zwischen Hannover und Göttingen an der Reihe. Dann werden die Gleise und Weichen erneuert. In beiden Fällen müssen Reisende mit erheblichen Einschränkungen rechnen.

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