Mit einem speziellen Krankenwagen

Malteser in Göttingen erfüllen letzte Wünsche von Todkranken

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Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser: Er ist ab sofort in Göttingen im Einsatz. Damit sollen Wünsche von Todkranken erfüllt werden.

Göttingen. Noch einmal den Harz sehen: Mit dem neuen Herzenswunsch-Krankenwagen können die Malteser in Göttingen nun todkranken Menschen diese Wünsche erfüllen.

Speziell ausgebildete Sanitäter begleiten die Patienten mit einem voll ausgerüsteten Krankenwagen an einen Ort ihrer Wahl. Das neue Projekt, bei dem sich derzeit elf Ehrenamtliche der Malteser engagieren, läuft auf Spendenbasis. Dabei arbeitet die Rettungsorganisation eng mit dem Göttinger Hospiz an der Lutter zusammen.

Schulung

Die elf Aktiven haben bereits eine Schulung absolviert. Weitere sollen in den kommenden Monaten folgen. Koordiniert wird der Einsatz vor Ort von Malteser-Dienststellenleiter Dirk Odenthal und der Malteser-Kreisbeauftragten Eva-Maria Hilgers-Canisius. Die Malteser in Göttingen sind mit diesem Angebot übrigens nicht alleine. Auch in Braunschweig und Celle sowie in Wolfsburg engagieren sich etwa 50 Helfer. Hannover und eine weitere Stadt sollen folgen.

An allen Standorten kooperieren die Malteser eng mit den stationären Hospizen. Gibt es eine Anfrage, so wird innerhalb von zwei Tage entschieden, ob und wie der Wunsch erfüllt werden kann. Die Wünsche laufen bei Dr. Christoph Mock, Theologe und Trauerbegleiter beim ambulanten Hospizdienst der Malteser in der Landeshauptstadt, auf: „Wenn wir mit dem Herzenswunsch-Krankenwagen einen todkranken Patienten eine Herzensangelegenheit erfüllen können und er so vielleicht ein letztes Mal für ein paar Stunden aus dem Hospiz herauskommt und etwas erlebt, was ihm persönlich wichtig ist, dann hat das Projekt seinen Zweck erfüllt.“

Freude beim Hospiz

Das Göttinger Hospiz an der Lutter freut sich über die neuen Möglichkeiten für seine Bewohner. „Ich bin sehr angerührt über das Engagement der Malteser“, sagte Vorstandsmitglied Peter Diepold.

Für den Dienst der Helfer zahlen der Patient sowie seine Begleitperson nichts. Etwa 100 Euro kann es kosten, einen Schwerstkranken noch einmal nach Hause zu fahren. Deshalb ist der Malteser Hilfsdienst auf Spenden auf das Konto DE49 3706 0120 1201 2090 10, Stichwort: „Herzenswunsch“, angewiesen. (bsc)

  • Kontakt: Malteser, Dr. Christoph Mock, Göttinger Chaussee 147, 30459 Hannover, Tel. 05 11/21 37 48 51.

www.malteser.org

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