Stars zum Anfassen

Spiel und Spaß ohne Ende bei der Sportabzeichen-Tour im Göttinger Jahnstadion

Göttingen. Die Begeisterung bei den über 1000 Schulkindern kannte kaum Grenzen: Am Freitag machte die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in Göttingen Station.

Und neben den vielen sportlichen Attraktionen gab es für die Kids auch noch Stars zum Anfassen.

Als Botschafter waren Stuntfrau und Model Miriam Höller, Ex-Zehnkämpfer Frank Busemann und Rad-Olympiasieger Robert Bartko ins Jahnstadion gekommen. Auch die deutsche Dreisprungmeisterin Neele Eckhardt (LG Göttingen) stattete dem Sportnachwuchs am Sandweg einen Besuch ab.

Fleißig Autogramme schreiben war für die vier Prominenten angesagt. Vor allem Höller hatte schon vor der offiziellen Autogrammstunde alle Hände voll zu tun. Doch das mache ihr Spaß, betont die Sportbotschafterin. „Der Tour-Stopp hier in Göttingen gefällt mir besonders gut, weil es hier so viele Angebote gibt“, erklärt Höller, die für den DOSB seit fünf Jahren Kinder und Erwachsene zu mehr sportlicher Betätigung animiert.

Rasante Fahrt: Nicht nur beim Kanu-Wettbewerb der Sportbotschafter machte Miriam Höller eine gute Figur.

Ihr Ziel ist es „die Familie über den Sport näher zusammen zu bringen. Es ist wichtig, die Kinder vom Computer oder Handy wegzubringen.“ Das findet auch Neele Eckhardt. „Viele Kinder haben zu wenig Bewegung.“ Und deshalb sei es wichtig, den Schülern den Spaß am Sport näher zu bringen.

Die Vorbildfunktion ist auch für Robert Bartko und Frank Busemann ganz entscheidend. Sie sind in sportbegeisterten Familien aufgewachsen. „Das ist aber nicht bei allen Kindern und Jugendlichen so normal, wie es bei mir war“, sagt Busemann. Dabei hätten die Kids oft Bewegungsdrang. „Die Kinder sind nicht so faul, wie viele meinen.“

Bartko sieht in der sportlichen Betätigung vor allem einen Ausgleich zum Schullalltag. Deshalb sollten sich die Kinder eine Bewegungsart suchen, die ihnen Spaß macht. „Beim Sportabzeichen gibt es ein vielseitiges Angebot. Das ist ein guter Einstieg für Kinder, aber auch für die Erwachsenen“, betont Bartko.

Die vielen unterschiedlichen Stationen, die im Jahnstadion angeboten wurden, zogen die Kinder den gesamten Vormittag in ihren Bann. Ob eine kleine Kanu-Rampe, Seilchenspringen, Fußball im „Käfig“ oder verschiedene Möglichkeiten, Gleichgewicht und Koordination zu trainieren – für jeden gab es einen Sport, der gefiel.

Aufregend war natürlich auch die Anwesenheit der Prominenz. Und die nahm sich ganz viel Zeit für die Kinder. Zwischendurch traten die Botschafter aber auch gegeneinander an, in einem besonderen Radrennen mit Fahrrädern für sieben Personen und in einem Kanu-Wettbewerb. Dabei hatte jedes Mal Robert Bartko die Nase vorn. Zum Ärger von Frank Busemann. Wie in seiner aktiven Karriere blieb für den Zehnkämpfer nur Silber und Bronze.

Spaßvogel on Tour: Frank Busemann (links) übt das Fahren mit dem Siebener-Fahrrad, sehr zur Belustigung von Dreispringerin Neele Eckhardt und Andreas Gruber (Stadtsportbund).

„Die Sprache des Sports ist universell“

Interkultureller Austausch ist für den Stadtsportbund Göttingen und den LandesSportBund Niedersachsen, Veranstalter der 8. Station der Sportabzeichen-Tour in Göttingen waren, ein wichtiges Anliegen. Im Jahnstadion setzten sie ein Zeichen für Integration und Inklusion. 

„Die Sprache des Sports ist universell“, sagt Klaus Brüggemeyer vom Stadtsportbund. Für den Nachmittag hatten die Veranstalter einen Shuttle-Service für Geflüchtete aus dem Grenzdurchgangslager Friedland und anderen Einrichtungen in der Umgebung organisiert, der sie ins Jahnstadion brachte. 

Fragen zum Deutschen Sportabzeichen konnte ihnen Zidane Gawaseb aus Namibia beantworten. Der junge Mann, der in seiner Heimat als bester Nachwuchs-Hürdenläufer über 110 und 400 Meter gilt, nimmt seit dem 1. August an einem interkulturellen Austausch beim entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „Weltwärts“. Er arbeitet für den ASC Göttingen und den Stadtsportbund.

Rubriklistenbild: © Andreas Arens

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