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Splitter der Woche: Plakat-Pech für Grünen-Chefin

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Von: Peter Mlodoch

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Rechtschreibfehler auf dem Plakat: Das fehlende „s“ sorgte bundesweit für Spott in den sozialen Medien.
Rechtschreibfehler auf dem Plakat: Das fehlende „s“ sorgte bundesweit für Spott in den sozialen Medien. © Melissa Erichsen/dpa

Unser Korrespondent in Hannover, Peter Mlodoch, hat genau hingeschaut und -gehört. Das Ergebnis: Die Splitter der Woche aus der Landeshauptstadt.

Hannover – Hier die Kuriositäten der Woche auf einen Blick:

Kaum war sie aus ihrem USA-Urlaub zurück, übernahm Niedersachsens Regierungssprecherin Anke Pörksen wieder ihren Lieblingsjob als agile Regisseurin. Beim Pressestatement des Bündnisses „Gemeinsam durch die Energiekrise“ in einem Luxus-Hotel platzierte sie die Beteiligten um Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) im passenden Abstand vor die Meute der Fernseh-Teams und Fotografen.

Die Zeitungs- und Agenturleute saßen in dem großen Saal etwas abseits. Für Pörksen kein Problem: „Wenn die Fragen von der Seite kommen, bitte trotzdem die Antworten in die Kameras sprechen“, wies die Sprecherin ihren Chef und die fünf anderen Führungskräfte forsch an. Mitleid mit der schreibenden Reportern zeigte sie auch: „Die nehmen das nicht übel.“

Will der Mann sich im Wahlkampfendspurt noch schnell von seinen eigenen Leuten distanzieren? Auf den Wahlplakaten von CDU-Fraktionschef Dirk Toepffer, Direktkandidat in Hannover, sind für eilige Rad- oder Autofahrer die drei Parteibuchstaben nicht zu erkennen. Das sei keine Absicht, sondern liege an der dunkel-türkisen Farbe des Logos, erklärte CDU-Generalsekretär Sebastian Lechner leicht genervt. „Für den nächsten Wahlkampf haben wir das schon auf unsere Liste geschrieben. Wahlplakate müssen künftig von der Zentrale freigegeben werden.“ Offensichtlich hatte Toepffer vorher auf einen klugen Rat seiner Parteifreunde verzichtet.

Häme ist aber nicht angebracht. Auch die Grünen erwischte peinliches Plakat-Pech. Die Werbeposter von Spitzenkandidatin Julia Willie Hamburg ziert der Slogan: „Aus Hannover. Für Niedersachen.“ Richtig gelesen: Nicht Niedersachsen, sondern „Niedersachen“. Das fehlende „s“ sorgte bundesweit für Spott in den sozialen Medien. Vielleicht hilft ein kleiner Trost: „Für Niedersachen“ reimt sich besser auf den großen grünen Wahlkampf-Claim „Endlich machen“. (Peter Mlodoch)

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