Großes Interesse an der Aktion

Spontan-Immunisierung in Göttingen: Impfstoff war ganz schnell vergriffen

Immunisierung: Ute Kühle vom mobilen Impfteam gab Erasmus-Studentin Annalisa ihre Impfung.
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Immunisierung: Ute Kühle vom mobilen Impfteam gab Erasmus-Studentin Annalisa ihre Impfung.

Göttingen – „Shoppen, bummeln, impfen“: Das war eigentlich das Motto der Spontan-Impfung gegen Corona am Samstag in der Göttinger Innenstadt. Doch die 110 Impfdosen waren bereits nach kurzer Zeit vergriffen, die ersten Impfwilligen haben bereits seit 7.30 Uhr gewartet.

Der Aufbau der beiden Zelte durch die Freiwilligen Feuerwehren Grone und Geismar begann um 7.45 Uhr, gegen 10 Uhr wurde dann die erste Impfung verabreicht. Dazu war ein zehnköpfiges mobiles Team des Impfzentrums Siekhöhe am Marktplatz vor dem Alten Rathaus im Einsatz.

Die Nachfrage nach dem Johnson & Johnson Impfstoff war enorm: „Die Menschen haben großes Interesse an der heutigen Impfaktion“, sagt Jens Windwehe, Leiter des Göttinger Impfzentrums. Die Schlange reichte über 150 Meter bis weit in die Gotmarstraße.

Bereits um 10.45 Uhr waren sämtliche 110 Impfdosen vergeben. Eigentlich war die Impfaktion bis 16 Uhr angesetzt. „Wir haben den Impfstoff außerplanmäßig und kurzfristig letzte Woche vom Land bekommen“, sagt Windwehe. Bereits vor einiger Zeit habe man schon einmal Johnson & Johnson-Impfstoff erhalten, wobei damals die Resonanz sehr gering gewesen sei.

Die Taktik, mit dem Impfstoff zu den Menschen zu gehen, ist also voll aufgegangen. „Wir machen es den Menschen so leicht wie möglich, sich impfen zu lassen“, sagt auch Christian Schmetz, Erster Stadtrat der Stadt Göttingen. „Der Impfstoff der Firma Johnson & Johnson hat zudem den Vorteil, dass er nur einmal verabreicht werden muss. Deshalb ist er für diese spontane Aktion gut geeignet.“

Großes Interesse: Anfangs reichte die Warteschlange 150 Meter bis weit in die Gotmarstraße hinein.

Die ersten, die am Samstag ihre Impfung bekamen, waren zwei Eheleute aus Göttingen. Sie hatten seit 7.30 Uhr gewartet, weil sie damit gerechnet hatten, dass es eine Warteschlange gibt. Das Warten haben sie in Kauf genommen, denn auf einen Termin im Impfzentrum warten sie schon über zwei Monate, obwohl sie über 60 Jahre alt sind.

Die gleichen Erfahrungen hat auch Julia Koch gemacht. Sie stand mit ihrer kleinen Tochter Flora und dem Au-Pair-Mädchen Isabella (21) aus Kolumbien in der langen Warteschlange. Sie sollte ihre Impfung gegen das Corona-Virus bekommen. „Die Terminvergabe über das Impfportal des Landes ich sehr chaotisch, wir warten seit mehreren Wochen auf einen Termin.“

Glück bei der Impfaktion hatte auch Annalisa (22), Erasmus-Studentin aus Italien. Nach zweieinhalb Stunden Wartezeit war sie an der Reihe und bekam den kleinen Piks in ihren linken Oberarm. „Das war ganz einfach und unkompliziert“, sagt sie. Nun muss nur noch 15 Minuten gewartet werden, um spontane Impfreaktionen auszuschließen, dann kann sie vielleicht doch noch shoppen gehen. (Stefan Rampfel)

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