Neuer Glanz für altes Bad

Sport- und Freizeit GmbH Göttingen hofft auf finanzielle Unterstützung

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Informierten sich bei GöSF-Geschäftsführer Andreas Gruber (rechts) über das Sanierungsprojekt Freibad Brauweg in Göttingen: B undestagsabgeordneter Thomas Oppermann und Landtagstagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta.

Zu den größten und bekanntesten Freibädern in Südniedersachsen gehört die Einrichtung am Brauweg in Göttingen. Doch das Bad, das im Juli 1927 eröffnet wurde, ist in die Jahre gekommen und braucht eine Frischzellenkur.

Etwa sieben Millionen Euro soll das Projekt nach Berechnungen der Göttinger Sport und Freizeit (GöSF) GmbH, die das Bad betreibt, kosten. Diesen Betrag kann das städtische Unternehmen natürlich nicht aus eigener Kraft stemmen.

Deshalb hoffen Geschäftsführer Andreas Gruber und Prokurist Alexander Hirt auf finanzielle Unterstützung – insbesondere vom Bund. Für die Sanierung wurden bereits zahlreiche Ideen entwickelt. Dazu gehört beispielsweise die Einrichtung einer Fluss-Badestelle an der südlichen Liegewiese des Freibades. Dort fließt die Leine direkt am Gelände vorbei.

Bundestagsabgeordneter Thomas Oppermann (SPD) sieht jetzt gute Chancen, dass die GöSF zum Zuge kommt und finanzielle Unterstützung aus Berlin bekommt, machte er bei einem Ortstermin im Bad deutlich. Ein 2016 aufgelegtes Sportstätten-Förderprogramm wurde nach seinen Angaben inzwischen von 100 auf 260 Millionen Euro aufgestockt. Bislang war GöSF mit Blick auf das Projekt Brauweg leer ausgegangen. Sollte das Sanierungsprojekt im kommenden Jahr starten, so könnte das Bad im Sommer 2022 in neuem Glanz erstrahlen. Dann wären alle drei Freibäder in der Uni-Stadt saniert. Wenn das Geld aus Berlin kommen sollte, muss aber auch die Stadt ihren Anteil an der Finanzierung sicherstellen.

Unterdessen macht die Corona-Krise der GöSF in diesem Jahr finanziell zu schaffen. Geschäftsführer Gruber geht davon, dass etwa 50 Prozent der ursprünglich geplanten Einnahmen von etwa fünf Millionen Euro nicht erzielt werden können. Deshalb ist das Unternehmen auf Unterstützung von der Stadt angewiesen. Und die wiederum bekommt Hilfe vom Land Niedersachsen, wie Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD) bei dem Ortstermin deutlich machte.

Um die Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können, gibt es für alle Freibäder strenge Auflagen – wir berichteten. So ist die Zahl der Badegäste beschränkt. So sind am Brauweg nur gut 600 Besucher gleichzeitig erlaubt. Im Normalbetrieb kommen an besonders guten Tagen 4000 bis 6000 Gäste. Wegen des Corona-Ausbruchs gab es im Freibad Weende eine vorübergehende Schließung. Inzwischen ist auch dieses Bad wieder geöffnet.

Mit den Corona-Regelungen gab es bislang keine Probleme. Den größten Andrang in der aktuellen Saison verzeichnete das Freibad am Brauweg am Pfingstmontag. Allerdings könnte es in den Sommerferien eng werden, wenn das Wetter mitspielt. Deshalb gibt es zwischen 13.30 und 14.30 Uhr eine Unterbrechung des Badebetriebs. So haben auch am Nachmittag weitere Badegäste die Chance auf einen Besuch. 

Öffnungszeiten der drei Göttinger Freibäder auf einen Blick

Hier die Öffnungszeiten der Freibäder in Göttingen im Überblick: Freibad Brauweg: Montag bis Freitag 6.30 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 8 bis 20 Uhr. 

Parkbad Weende: Montag bis Freitag von 13 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 20 Uhr; in den Sommerferien: Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 20 Uhr. 

Naturerlebnisbad Grone: Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 9 bis 19 Uhr. 

Weitere Informationen zu den Freibädern gibt es im Internet.

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