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Sprengungen sollen NDR-Mast in Göttingen am kommenden Mittwoch fällen

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Von: Bernd Schlegel

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Sprengung am 14. Dezember: Dann muss der alte Sendemast des NDR (rechts) weichen. Der neue Gittermast ist bereits in Betrieb. Darüber werden fünf UKW-Radioprogramme ausgestrahlt.
Sprengung am 14. Dezember: Dann muss der alte Sendemast des NDR (rechts) weichen. Der neue Gittermast ist bereits in Betrieb. Darüber werden fünf UKW-Radioprogramme ausgestrahlt. © Thomas Kopietz

Mit Sprengungen soll am Mittwoch (14.12.2022) ein ausgedienter Sendemast im Göttinger Stadtteil Nikolausberg weichen. 40 Anwohner müssen ihre Häuser verlassen.

Göttingen – Der ausgediente Sendemast des Norddeutschen Rundfunks (NDR) im Göttinger Stadtteil Nikolausberg wird am Mittwoch, 14. Dezember, gesprengt. Inzwischen werden die Radioprogramme von einem neuen Gittermast, der gleich daneben entstand, ausgestrahlt.

Die Sprengung soll am kommenden Mittwoch um 14 Uhr stattfinden. Die Aktion beginnt nach Angaben der Göttinger Stadtverwaltung bereits um 10 Uhr und soll gegen 15 Uhr beendet sein.

Anwohner müssen Häuser verlassen

Etwa 40 Anwohner aus der Senderstraße, dem Waldrebenweg und der Straße Am Seidelbast müssen während der Aktion ihre Häuser verlassen.

„Die Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen erfolgen zum Schutz der in unmittelbarer Nachbarschaft wohnenden Bürgerinnen und Bürger, Firmen und Einrichtungen“, heißt es von der Stadtverwaltung. Die betroffenen Anlieger bekommen vor dem Einsatz noch weitere Informationen vom Sprengunternehmen. „Das betreffende Gebiet wird abgesperrt. Vor Ort ist den Anweisungen der Absperrposten Folge zu leisten. Polizei und Stadtordnungsdienst sind zur Sicherung und Kontrolle vor Ort“, heißt es in einer Allgemeinverfügung der Stadtverwaltung.

NDR baut Sender Nikolausberg um

Die Sprengung bildet den Abschluss des Umbaus des Senders Nikolausberg. In der Regel werden Sendemasten dieser Bauart durch die Sprengung bestimmter Abspannungen gefällt. Dann soll das etwa 100 Meter hohe Bauwerk in eine zuvor festgelegte Richtung fallen.

In der Nähe des alten Bauwerks hatte der Norddeutsche Rundfunk einen neuen Gittermast errichten lassen. Darum hatte es einen juristischen Streit mit einem Anlieger gegeben, der inzwischen beigelegt ist. Die Inbetriebnahme des Gittermastes hatte sich dadurch verzögert.

400.000 Einwohner werden versorgt

Der Neubau war notwendig geworden, weil die alte Antenne für die UKW-Rundfunkprogramme 30 Jahre alt war und dringend erneuert werden musste. Der alte Antennenträger entsprach nicht mehr der aktuellen Baunormen, eine Erneuerung der Antenne an dem alten Mast war daher aus statischen Gründen nicht mehr möglich. Vom Standort Göttingen-Nikolausberg, der laut NDR eine wichtige Bedeutung im Sendernetz hat, werden etwa 400 000 Einwohner in Südniedersachsen versorgt. Insgesamt investiert der NDR etwa eine Million Euro in das Projekt. (Bernd Schlegel)

Fünf Radioprogramme werden ausgestrahlt

Über den Sender im Göttinger Stadtteil Nikolausberg strahlt der NDR fünf UKW-Radioprogramme ab. Damit wird eine begrenzte Region rund um Göttingen versorgt. Folgende Programme werden verbreitet: NDR 1 Niedersachsen (Frequenz: 88,5 MHz; Sendeleistung: 5 kW), NDR 2 (94,1 MHz; 5 kW), NJoy (95,9 MHz; 0,5 kW), NDR Kultur (96,8 MHz; 0,5 kW) und NDR Info (99,9 MHz; 5 kW). (bsc)

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