Göttinger Symphonie Orchester begeisterte das Publikum

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Applaus für die Solistin: Das Göttinger Symphonie Orchester beim Neujahrskonzert „Lieb und Wein“ mit seinem Dirigenten Christoph-Mathias Mueller und der Sopranistin Antje Bitterlich.

Göttingen. Das Göttinger Symphonie Orchester begeisterte sein Publikum beim Neujahrskonzert in der ausverkauften Göttinger Stadthalle.

„Wenn ich bedenke, wie steif er wirkte, als er herkam. Was für einen Unterschied!“ Die Besucherin des Neujahrskonzerts in der Stadthalle meinte den Dirigenten des Göttinger Symphonie Orchesters. In der Tat: Der Schweizer Christoph-Mathias Mueller unterhielt humorig, schlagfertig und interessant als Conférencier des spritzigen Konzertes mit dem Titel „Lieb und Wein“ und tat manchmal beim Dirigieren sogar leicht beschwipst.

Auch flirtete Mueller auf das Charmanteste und spielte gekonnt mit, als die hervorragende Sopranistin Antje Bitterlich ihre Arien aus der Johann-Strauss-Sohn-Operette „Die Fledermaus“ mit neckischer Gestik fast szenisch darstellte.

Das Repertoire erinnerte an die Neujahrskonzerte aus Wien, bis hin zum schwungvollen Champagner-Galopp des Dänen Hans Christian Lumbye. Den „sportlichen“ Auftakt (O-Ton Mueller) bildete die dramatische Ouvertüre zur Oper „Euryanthe“ von Carl Maria von Weber. Der überwiegende Teil des Programms wurde aber von der Strauss-Dynastie komponiert, bis auf zwei Bacchanalen von Camille Saint-Saëns und Josef Hellmesberger.

Das gut gelaunte, aufmerksam und präzise spielende Orchester begeisterte das Publikum in der ausverkauften Stadthalle, das nicht weniger als drei Zugaben bekam. Zunächst sang Antje Bitterlich das schwärmerische Lied „Draußen im Sievering blüht schon der Flieder“ von Johann Strauss (Sohn).

Dann wünschte Mueller ein frohes neues Jahr auf Chinesisch und Deutsch, denn das Orchester ist erst vor kurzem von einer China-Tournee zurückgekehrt. Daher kam auch die zweite Zugabe, eine bekannte chinesische Neujahrsmusik zum Spring Festival (Frühjahrsbeginn) am 19. Februar. Den Abschluss bildete natürlich der bejubelte „Radetzky-Marsch“ zum Mitklatschen. (zäl)

Von Anne-Lise Eriksen

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