24-Jähriger vor Landgericht angeklagt

Vier Jahre Haft für Messerattacke in Göttinger Innenstadt gefordert

Zu sehen ist die Außenansicht des  Landgerichts Göttingen mit einem Hinweisschild zum Eingang.
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Außenansicht Landgericht Göttingen: Hier soll am Montag das Urteil im Prozess um eine Messerattacke in der Göttinger Innenstadt fallen.

Im Prozess um eine Messerattacke in der Göttinger Innenstadt sind am Freitag vor dem Landgericht Göttingen die Plädoyers gehalten worden.

Göttingen - Die Staatsanwaltschaft beantragte, den 24-jährigen Angeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren zu verurteilen. Außerdem sollte ein Urteil des Amtsgerichts Hannover einbezogen werden, wodurch sich die Gesamtstrafe um zwei Monate erhöhen würde.

Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch, da sich der Angeklagte in einer Notwehrsituation befunden habe.

Der Angeklagte soll im März 2018 im Verlauf eines Streits einen heute 31 Jahre alten Göttinger in der Nähe einer Shisha-Bar in der Nikolaistraße mit einem Messer angegriffen und lebensgefährlich verletzt haben. Der 31-Jährige erlitt mehrere Stich- und Schnittverletzungen im Oberkörper- und Kopfbereich. Nach Angaben eines Rechtsmediziners war ein Stich so heftig, dass eine Rippe brach. Der schwerverletzte 31-Jährige hatte sich noch selbst in die Shisha-Bar zurückgeschleppt. Er überlebte nach einer Notoperation und verbrachte anschließend noch zwei Wochen im Krankenhaus.

Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft den Angeklagten wegen versuchten Mordes angeklagt. Diesen Vorwurf ließ sie nun fallen. In dem Prozess habe sich der genaue Tathergang nicht klären lassen, sagte der Staatsanwalt. Unter anderem sei unklar geblieben, wie die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern beendet worden sei.

Der Angeklagte selbst hatte in dem Prozess geschwiegen. Das Gericht will sein Urteil am Montag verkünden. (Heidi Niemann)

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