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Stadt bepflanzt neu und will Vandalismus bei Feiern verhindern

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Von: Thomas Kopietz

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Wilhelmsplatz im Zentrum von Göttingen mit Uni-Aula und -verwaltung: Die Stadt hat den Platz, der auch beliebter Partytreff am Abend ist, neu bepflanzt, so mit Rosen. Das soll die Folgen des Vandalismus mildern.
Wilhelmsplatz im Zentrum von Göttingen mit Uni-Aula und -verwaltung: Die Stadt hat den Platz, der auch beliebter Partytreff am Abend ist, neu bepflanzt, so mit Rosen. Das soll die Folgen des Vandalismus mildern. © Thomas Kopietz

Ein neues Blumen-Outfit für den Willi – der beliebte Treffpunkt in der Göttinger Altstadt bekommt ein neues Bepflanzungskonzept. Die neuen Blumen und Stauden sollen insektenfreundlicher sein und auch weniger anfällig für Vandalismus.

Göttingen – Der „Willi“ ist Tradition und Kult-Partytreff zugleich. Nun hat der Wilhelmsplatz im Herzen der Göttinger Altstadt und repräsentativer Sitz der Universität samt Aula ein neues Blumen-Outfit bekommen: Die Stadtverwaltung hatte ein neues Bepflanzungskonzept für den von Menschen als Ruhe-, aber auch Party-Zone intensiv genutzten Wilhelmsplatz aufgestellt und hat es mittlerweile umgesetzt.

Die Neubepflanzung soll die Artenvielfalt auf den Grünflächen erhöhen, die Pflegekosten mindern und – so die Hoffnung – die Folgen von Vandalismus mildern. Mittel zum Zweck sind insektenfreundliche Blumen und Stauden, die auch weniger anfällig gegen Vandalismus sind.

Treffpunkt wurde zum Problemfall für das Ordnungsamt

Das Ziel für den Wilhelmsplatz Stadt ist eine Begrünung, die einen vielfältigen Lebensraum für Insekten liefert.

„Natürlich soll das Ganze attraktiv anzusehen sein und außerdem soll es einen besseren Schutz vor Beschädigungen aufweisen“, so die Stadtverwaltung.

Denn der „Willi“ ist als abendlicher Treffpunkt für junge Menschen zum Problemfall für Ordnungsamt und Grünflächenamt geworden.

„Summer of Love“, „Lemon Fizz“ und „See You“

Oft wurden Blumen herausgerissen und zertrampelt, ganze Bepflanzungen so zerstört. Deshalb bitten die Mitarbeiter im Fachdienst Grünflächen nun um Mithilfe der Bevölkerung im Kampf gegen Zerstörungen.

Die Teams vom Fachdienst Grünflächen und vom Baubetriebshof haben im Herbst 2021 die Bereiche, die mit einjährigen Sommerblumen bepflanzt waren, für eine dauerhafte Rosen- und Begleitstauden-Pflanzung im Sinne der Biodiversität vorbereitet.

Die inzwischen neu angesetzten Rosensorten wie „Summer of Love“, „Lemon Fizz“ und „See You“ mit ihren offenen Blüten bieten vielen Insekten Nahrung, ebenso die Begleitstauden wie Lavendel, Thymian und Veronica.

„Dieses Konzept ist nachhaltig und ökologisch sinnvoller als der Wechselflor“

Die Merkmale der Gartenform bleiben derweil erhalten, deshalb wurden die Buchsbaumumrandungen auf dem Wilhelmsplatz ergänzt und die streng geometrisch ausgerichteten Symmetrieachsen der Pflanzungen beibehalten, wie die Stadt mitteilt.

„Dieses Konzept ist nachhaltig und ökologisch sinnvoller als der Wechselflor. Wechselflor ist blüten- und farbenreich, muss aber zwei- bis dreimal im Jahr neu bepflanzt werden.“

Um mittelfristig den Vandalismus am „Willi“ einzudämmen bittet der Fachdienst Grünflächen alle Göttinger um Mithilfe.

Zerstörungen sollen der Stadt gemeldet werden

Wer Zerstörungen an den Grünflächen auf dem Wilhelmsplatz beobachtet, sollte sich mit sachdienlichen Hinweisen an die Polizei oder direkt an den Fachdienst Grünflächen unter Tel. 05 51/4 00 33 16 oder per E-Mail an stadtgruen@goettingen.de wenden.

Besonders kritisch war die Situation um den Wilhelmsplatz in Zeiten der Pandemie, als Kneipen und Clubs geschlossen waren. Viele Hundert junge Menschen trafen sich am „Willi“, Albaniplatz und auf dem „pflegeleichteren“ Zentral-Campus der Uni zum Feiern.

Polizei und Ordnungsdienste mussten seinerzeit die Corona-Regeln kontrollieren und versuchen den Vandalismus zu verhindern. Die Situation diesbezüglich hat sich wieder entspannt, einhergehend mit den gefallenen Beschränkungen in der Gastronomie. (Thomas Kopietz)

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