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Stadt erlässt erneut Böller-Verbot für Göttinger City

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Von: Bernd Schlegel

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Solche Bilder wird es zum Jahreswechsel 2022/23 in Göttingen nicht geben: Die Stadtverwaltung verfügt in der Innenstadt und damit auch rund um das Alte Rathaus (Foto) ein Böllerverbot. Das Bild entstand kurz nach Mitternacht am 1. Januar 2016.
Solche Bilder wird es zum Jahreswechsel 2022/23 in Göttingen nicht geben: Die Stadtverwaltung verfügt in der Innenstadt und damit auch rund um das Alte Rathaus (Foto) ein Böllerverbot. Das Bild entstand kurz nach Mitternacht am 1. Januar 2016. © Swen Pförtner/dpa

In Göttingen wird es über den Jahreswechsel erneut ein Böller-Verbot geben. Es gilt insbesondere innerhalb der Walls und auf dem Albaniplatz.

Göttingen/Hannover – In Niedersachsen wird es zum Jahreswechsel voraussichtlich weniger Einschränkungen für das Abbrennen von Feuerwerk geben als in den Jahren zuvor. Allerdings wird es in einigen Städten, darunter in Göttingen, erneut Verbotszonen für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern geben. In Uni-Stadt wird das Böllerverbot voraussichtlich innerhalb der Wallanlagen und auf dem Wall inklusive Albani-Parkplatz am Silvestertag und am Neujahrstag, 31. Dezember und 1. Januar, gelten. Das kündigte die Stadt an. Dazu wird noch Allgemeinverfügung erlassen.

Verbot für Feuerwerk der Kategorie F2

In den vergangenen Jahren war der Einsatz von Feuerwerk der „Kategorie F2“ in der City verboten. „Die historische Altstadt der Stadt Göttingen und insbesondere der Platz vor dem Alten Rathaus werden in der Silvesternacht von vielen Menschen besucht, um das neue Jahr zu begrüßen und ausgelassen zu feiern. Wiederholt war ein überaus leichtfertiger Umgang mit diesen pyrotechnischen Gegenständen zu beobachten“, stellt die Stadt fest.

Daher waren für die Silvesternächte ab 2016/2017 Abbrennverbote für die Innenstadt verfügt worden. Das damals erstmals erlassene Verbot wurde bei den vergangenen Jahreswechseln weitgehend eingehalten. Polizei und Ordnungsamt hatten dies mit gemeinsamen Streifen den Neujahrsnächten kontrolliert.

Kein Feuerwerksverkauf Ende 2021

Und: Zum Jahreswechsel 2021/22 gab es ohnehin deutlich weniger Feuerwerk, da Artikel der Klasse F2 in den Tagen vor Silvester nicht verkauft wurden.

Wegen der Kirche am Jonaplatz im Stadtteil Grone ist dort das Entzünden von Feuerwerkskörpern der Kategorie F2 ohnehin ebenfalls verboten. Dort hatte es vor allem 2017 erhebliche Probleme gegeben. Dort hatte es damals unter anderem in einer Wohnung gebrannt. Darauf wurde ein Jahr später mit verstärkten Kontrollen reagiert.

Bestehendes Böller-Verbot rund um Kirchen, Krankenhäuser sowie Kinder- und Altenheimen

Übrigens: Es gilt ein grundsätzliches Verbot zum Abbrennen von Feuerwerk in und um Kirchen und Krankenhäusern sowie Kinder- und Altenheimen. Wer gegen das Böllerverbot verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem empfindlichen Bußgeld rechnen.

Auch andere Kommunen in Südniedersachsen, darunter Bad Grund, Bovenden, Duderstadt, Herzberg, Osterode und Northeim, hatten Beschränkungen beim Abbrennen von Feuerwerk verfügt.

In Hannover gibt es etwa seit dem Jahreswechsel 2018/2019 in bestimmten Bereichen der Innenstadt ein Verbot zum Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern.

Es sei davon auszugehen, dass auch zu diesem Jahreswechsel ein solches Verbot erlassen werde, teilte ein Sprecher mit. Die Einzelheiten würden noch entschieden. Hintergrund sei, dass es in den Jahren vor den Verbotszonen immer wieder zu gefährlichen und bedrohlichen Situationen durch Böller gekommen sei, bei denen Personen verletzt wurden. „Häufig wurde Feuerwerk auch bewusst auf Personen gerichtet“, sagte der Sprecher. (Bernd Schlegel)

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