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Stadt und Ehrenamtliche in Göttingen frischen Integration auf

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Von: Lea Beckmann, Thomas Kopietz

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Neues Integrationskonzept der Stadt Göttingen: (von links) Christina Hammer vom Büro für Integration der Stadt Göttingen, Yvonne Mascioni von der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe und Bürgermeisterin Onyeka Oshionwu.
Neues Integrationskonzept der Stadt Göttingen: (von links) Christina Hammer vom Büro für Integration der Stadt Göttingen, Yvonne Mascioni von der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe und Bürgermeisterin Onyeka Oshionwu. © Lea Beckmann

Göttingen passt sein Integrationskonzept neuen Gegebenheiten an - und will Leitzielen wie Toleranz und Weltoffenheit, Gleichstellung und Chancengleichheit gerecht werden.

Göttingen - 100 Teilnehmer – haupt- und ehrenamtlich Tätige in der Migrations-, Integrations- und Flüchtlingsarbeit – trafen sich am Freitag, 10. Juni, unter dem Titel „Vielfalt gemeinsam gestalten – Ein neues Integrationskonzept“, um über neue Grundzüge zu diskutieren.

„Es ist wichtig, dass wir das Integrationskonzept, das seit 2008 besteht, erneuern, denn die Gesellschaft und die Politik haben sich seit dem verändert“, sagte Christina Hammer vom Büro für Integration der Stadt. Das sei auch das Neue an diesem Konzept: „Wir aktualisieren und passen es an.“ Dieser Tag sei somit ein wichtiger Meilenstein, meinte sie. „Unser Ziel ist es gute Handlungsfelder, Maßnahmen und Ideen zu entwickeln.“ Vor allem aber soll die Lust nicht verloren gehen, um an dem neuen Konzept zu arbeiten.

Integration in Göttingen: „Migration ist so alt wie die Geschichte der Menschheit“

„Migration ist so alt wie die Geschichte der Menschheit“, meinte Dorota Szymanska vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Sie war per Video zugeschaltet und freute sich, dass der Austausch bei den Ehrenamtlichen so groß ist. Vielschichtige Integrationsarbeit könne auch nur durch Ehrenamtliche bestehen, betonte Hammer.

Zentrale Fragen der Integrationsarbeit seien immer, was gut laufen würde und wo noch Handlungsbedarf bestehe, vor allem hinsichtlich der Leitziele, die im Konzept verankert seien, erklärte Bürgermeisterin Onyeka Oshionwu. „Integration ist keine Einbahnstraße“, sagte sie.

Integration in Göttingen: Das bürgerliche Engagement ist unglaublich

„Derzeit sind wir absolut zufrieden mit der Integrationsarbeit – das bürgerliche Engagement ist unglaublich“, sagte Hammer. Göttingen habe sich im Laufe der Jahre hinsichtlich der Integrationsarbeit gut weiterentwickelt. Vor allem der Schwerpunkt auf Flüchtlinge und Zuwanderer sei gewachsen, meinte Hammer.

Die Teilnehmer untersuchten in den verschiedenen Handlungsfeldern, ob diese für das aktualisierte Konzept brauchbar sind. „Bildung und Sprache“, „Politische und gesellschaftliche Teilhabe“, „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“, „Interkulturelle Öffnung“, „Zugang zum und Qualifizierung für den Arbeitsmarkt“ und „Gesundheit und Pflege“ sollen die zukünftigen Handlungsfelder des Integrationskonzeptes werden, wenn die Teilnehmer sie für geeignet halten. In ihren Gruppen diskutierten sie über Herausforderungen und Bedarfe der einzelnen Handlungsfelder.

„Wir müssen für eine gute Integrationsarbeit die Vernetzung unter den Akteuren verbessern – heute war das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung“, sagte Hammer. (Lea Beckmann)

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