FDP bringt Thema in Beratungen ein

Stadt Göttingen soll Mikroplastik vermeiden

Stadt Göttingen: Neues Rathaus und südliche Innenstadt
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Das Neue Rathaus in Göttingen

Die Stadt Göttingen soll künftig intensiver auf die Vermeidung von Mikroplastik achten. Das geht aus einem Antrag der FDP-Ratsfraktion hervor, den die Abgeordnete Felicitas Oldenburg in der jüngsten Ratssitzung einbrachte.

Göttingen – „Wir stellen diesen Antrag, weil wir in Zeiten von Corona auch andere wichtige Aspekte im Blick behalten wollen“, sagte Oldenburg, die wie viele andere Ratsmitglieder auch der Hybrid-Sitzung in der Sparkassen-Arena per Computer zugeschaltet war.

Mit ihrem Antrag fordere die FDP die Verwaltung auf zu prüfen, welche Quellen der Entstehung von Mikroplastik in der Stadt und den städtischen Betrieben bestehen und wie sie vermieden werden können. „Gegebenenfalls soll im Rahmen der nachhaltigen Beschaffung nach Möglichkeit auf umweltfreundlichere Produkte gewechselt werden“, so Oldenburg. Darüber hinaus sollten Maßnahmen entwickelt werden, mit denen die Entsorgungsbetriebe der Stadt bestmöglich den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt vermeiden können. „Außerdem soll im Kompetenzbereich der Stadt geprüft werden, wie die Verwertung und das Recycling von Materialien - etwa in der Bauwirtschaft - ressourcenschonender erfolgen kann“, so Oldenburg. Dazu könnten zielgenauere Maßgaben der Stadt in den Konzeptvergaben und Bauplänen oder etwa bei Umbauten von bestimmten Sportplätzen mit geeigneteren Belägen beitragen.

„Der Eintrag von Mikroplastik ist ein riesiges Problem geworden, dem sich auch die kommunale Eben stellen muss“, betonte Felicitas Oldenburg. Daher und um insgesamt ressourcenschonender vorzugehen sollten Maßstäbe für die Vermeidung von Mikroplastikentstehung sowie deren „Eintrag in die Umwelt“ entwickelt und eigene Anlagen - von Filteranlagen in den Entsorgungsbetrieben bis zu Sportplätzen und Bauwerken - überprüft und verbessert werden.

Der Rat verwies den Antrag einstimmig zu weiteren Beratung in den Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität (UKM). (Per Schröter)

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