Stadt hilft Land: Zieten-Sporthalle wird Flüchtlingsunterkunft

Das Wohngebiet auf den Zietenterrassen aus der Luft: Neben dem Sportplatz des SC Hainberg ist die Sporthalle zusehen. Die Fun-Sporthalle liegt oberhalb des Stadions in dem länglichen Gebäude. In den Hallen sollen 200 Flüchtlinge untergebracht werden. Foto: Ramfpel

Göttingen. Am Dienstagabend sind die ersten beiden Flüchtlinge auf dem IWF-Gelände eingezogen, wo 150 Menschen Platz finden können. Gleichzeitig gab die Stadt bekannt, die Sporthalle Zietenterrassen unverzüglich zur Flüchtlingsunterkunft herzurichten.

200 Menschen, die der Stadt nun direkt vom Land zugewiesen werden, sollen kurzfristig in der Halle in der Bertha-von-Suttner-Straße eine vorübergehende Bleibe finden. Verpflegt werden sollen die Flüchtlinge einen Steinwurf weiter: in der Fun-Sport-Halle, die an das Vereinsheim des SC Hainberg angrenzt und von diesem auch verwaltet wird. Die Fun-Sport-Halle dient dann auch als Aufenthaltsraum.

Beide Hallen sind im Eigentum der Stadt. Die Verantwortung für den Betrieb liegt beim Deutschen Roten Kreuz.

Die Vorbereitungsarbeiten in den beiden Hallen beginnen bereits am Mittwoch. „Wir müssen vorbereitet sein, wenn die nächsten Zuweisungen kommen,“ erklärte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler.

Die Vorlaufzeit im Amtshilfeverfahren für das Land beträgt für die betroffenen Kommunen in der Regel nur 48 Stunden.

Über das Vorhaben hat die Stadt am Dienstagabend die Mitglieder des Dialogforums Zietenterrassen informiert, das zur Unterstützung und aktiven Begleitung des Zusammenlebens von Flüchtlingen und Bewohnern auf den Zietenterrassen gebildet worden ist. Ihm gehören auch Vertreter des Rates und des Ortsrates Geismar, der Kirchen, Bildungseinrichtungen und Sportvereine sowie der Bürgerinitiativen an.

Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass das große Engagement der auf den Zietenterrassen lebenden Menschen jetzt auch den Flüchtlingen zugutekommt, die direkt aus Süddeutschland nach Niedersachsen gebracht werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weiter im Notprogramm vorgemerkt für die Belegung mit Flüchtlingen sind die kleineren Sporthallen Geschwister-Scholl-Gesamtschule, an der Hainbundschule, an der Außenstelle des Felix-Klein-Gymnasiums sowie am Theodor-Heuss-Gymnasium.

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