Problemwohnblöcke im Fokus

Stadt schickt mobile Testzentren auf Tour: Lockerung könnte Testbedarf massiv erhöhen

Eine Hand mit blauem Handschuh hält einen Corona-Schnelltest
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Ein Corona-Schnelltest: Testmöglichkeiten bestehen bald auch in Göttinger Problemwohnblöcken. (Symbolbild)

In Göttingen gibt es viele feste Stellen, um sich auf Corona testen zu lassen. Weil manche die kaum nutzen, setzt die Stadt nun auf mobile Testzentren. Im Fokus: Problemwohnblöcke.

Göttingen – Die aktuell jeweils 15 Schnelltestzentren in Stadt und Landkreis laufen – die Nachfrage aus der Bevölkerung ist nach Aussagen von Beteiligten steigend, dennoch gibt es genügend freie Kapazitäten, wie Göttingens Sozialdezernentin Petra Broistedt sagt.

Mehr noch: In Göttingen mangelt es an bestimmten Orten in der Stadt an Akzeptanz von Schnelltests und Zentren. Die Menschen dort gehen nicht hin. Deshalb reagieren Stadt und Gesundheitsamt.

Schnelltests in Göttinger Problemblöcken: „Bringen die Testmöglichkeiten zu den Menschen“

„Wir bringen die Testmöglichkeiten nun zu den Menschen, werden dort, wo wir es für nötig halten, ab nächste Woche Montag vor Problemimmobilien mit mobilen Schnelltestteams stehen und mobil testen“, berichtet Broistedt auf Anfrage unserer Zeitung.

Dabei handelt es sich zunächst um drei bekannte Wohnblöcke in Göttingen: das Iduna-Zentrum am Maschmühlenweg, der Komplex Groner Landstraße 9 bis 9b und Hagenweg 20.

Schnelltests in Göttinger Problemblöcken: Idunazentrum, Groner Landstraße, Hagenweg

Schnelltests werden dann ab der kommenden Woche dort auf dem Vorplatz des Idunazentrums, auf dem Spielplatz am Hasengraben gegenüber des Wohnkomplexes Groner Landstraße 9, 9a und 9b sowie in der Weststadt am Hagenweg 20 angeboten.

Dort können sich Menschen aus den jeweiligen Wohnquartieren ohne Anmeldung per Antigen-Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.

Schnelltests in Göttinger Problemblocks: Unterschied zwischen Selbst- und Schnelltests

Broistedt sieht auch aufgrund der von der Landesregierung ab Montag angekündigten Lockerungen – auch unter der Bedingung von negativen Corona-Tests – künftig einen steigenden Bedarf an Testmöglichkeiten und eine wachsende Nachfrage. „Wir werden das beobachten und abwarten, wie in den Testzentren der Ansturm in der nächsten Woche ausfallen wird“, sagt Broistedt.

„Wenn es nicht ausreicht, werden wir nachsteuern“, kündigt die Dezernentin an, die darauf hofft, dass das Land einen Unterschied zwischen Eigentests und Schnelltests in Zentren macht. Die seien für das gesamte Gesundheitssystem wichtig, auch für die Nachverfolgung von Positivfällen.

Schnelltests in Göttinger Problemblöcken: Testkapazitäten ausgeweitet

Seit der Bewerbung um die Modellkommune hat Göttingen die Testkapazitäten massiv ausgeweitet. 15 Testzentren gibt es in der Stadt, davon drei mobile - mit einer aktuellen Kapazität von 2608 Testungen pro Tag, die auf 5068 erweitert werden können. Dazu kommen elf Apotheken, die Schnelltests anbieten.

Weitere Zentren stehen in den Startlöchern: Für vier Testzentren liegen Anträge vor, acht Interessenten prüfen die Eröffnung einer Schnelltesteinrichtung.“ Das ist ja auch ein Geschäftsmodell. Ich habe keinen Zweifel daran, dass es weitere Anbieter geben wird, wenn die Negativ-Test-Bestätigung Voraussetzung dafür ist, in Veranstaltungen oder zum Sport gehen zu können.“

Schnelltests in Göttinger Problemblöcken: Bisher 15 Zentren, 3 beantragt

Die Sozialdezernentin freut sich übrigens sehr, dass in Göttingen im Sport bei ASC und TWG Göttingen sowie dem Stadtsportbund Tests angeboten werden. Der SC Hainberg wird bald loslegen.

Im Kreis gibt es bis jetzt 15 Zentren, Kapazität 2100, dazu 13 Apotheken. Drei Testzentren sind beantragt. (Thomas Kopietz)

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