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Stadt und Uni Göttingen öffnen „sozialen Treffpunkt“: Campus frei für Wochenend-Partys

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Von: Thomas Kopietz

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Zentralcampus Uni Göttingen
Der Zentralcampus der Universität Göttingen: An den Wochenenden darf hier künftig wieder unter freiem Himmel gefeiert werden. © Thomas Kopietz

Feier frei auf dem Zentralcampus der Uni Göttingen: Stadt und Uni wollen den Platz samstags und sonntags als Treffpunkt für Partys öffnen.

Göttingen – Was im vergangenen Jahr noch für viele Diskussionen gesorgt hatte, wird in diesem Sommer nun ganz offiziell: Das Feiern unter freiem Himmel auf dem Zentralcampus der Uni Göttingen. Stadt und Uni geben den Platz als „sozialen Treffpunkt“ für Feiernde frei.

Laue Sommerabende: Die Plätze in der Göttinger Innenstadt, wie der „Willi“ füllen sich wieder, junge Menschen wollen die Abende draußen ausklingen lassen oder die Nächte dort beginnen und durchziehen – die Abende mit Musik zur Party unterm Sternenhimmel machen. Das ist eine Alternative zum stickigen Club – und seit Jahren in Göttingen zunehmend beliebter, zusätzlich angeschoben durch die Corona-Pandemie.

Stadt und Uni Göttingen wollen an den Wochenenden „soziale Treffpunkte für junge Leute“ schaffen

Das sorgte bereits im vergangenen Jahr für Konflikte, einerseits durch die zentrale Lage der Plätze und die entstehende Ruhestörung sowie Verunreinigungen, auch in Hauseingängen. Jetzt wollen Stadt und Uni Alternativen aufzeigen, ganz offiziell „soziale Treffpunkte für junge Leute“ schaffen, so auf dem Zentralen Uni-Campus.

Der Göttinger Zentralcampus mit Hunderten von feiernden Menschen
Bilder wie dieses wurden im vergangenen Sommer kontrovers diskutiert: Zum Teil Tausende Feiernde trafen sich an den Wochenenden auf dem Göttinger Zentralcampus. Damit einher gingen diverse Einsätze von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Auch der zurückgelassene Müll wurde zu einem großen Problem. (Archivbild) © Stefan Rampfel

Bereits im Sommer ´21 hatte die Uni den Campus am Platz der Göttinger Sieben an Wochenenden für Feiernde geöffnet. Wegen Corona waren damals viele Gebäude nur wenig genutzt, aktuell finden aber auch dort wieder an den Abenden und am Wochenende Veranstaltungen statt, werden Büros und die Bibliothek genutzt. Dennoch könnte der Campus auch im Sommer ´22 sozialer Treffpunkt bleiben.

Aber: Voraussetzung ist, dass dort „Rücksicht auf andere sowie auf die Einrichtungen der Universität Göttingen genommen wird“, wie es heißt. Geöffnet wird das Gelände sonnabends und sonntags, um Studierende und Angehörige der Uni weniger beim Lernen und Arbeiten zu stören.

Feiern an den Wochenenden auf dem Zentralcampus erlaubt - Rücksichtnahme und respektvolles Miteinander gefordert

„Bei allem Spaß, der natürlich gegeben sein soll, ist auf dem Campusgelände auf ein vernünftiges und respektvolles Miteinander zu achten“, kündigt die Stadt an. Die klare Ansage ist: „Müll gehört in die bereitgestellten Mülltonnen, Belästigungen anderer werden nicht toleriert, die Einrichtungen der Universität wie die eigens geöffneten WC-Anlagen sind pfleglich zu behandeln.“

„Ich bin der Universität sehr dankbar dafür, dass sie ihr Gelände öffnet, und jungen Menschen eine Fläche zum Treffen im Freien bietet. Das Angebot kann aber nur aufrechterhalten werden, wenn sich alle auch an die Regeln halten und nicht über die Stränge schlagen“, betont Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt.

Uni-Präsident Metin Tolan
Uni-Präsident Metin Tolan öffnete den Campus bereits im vergangenen Jahr für Zusammenkünfte. © Jan Vetter

„Wir sind uns bewusst, dass dies mit Belastungen am Campus verbunden ist.“, erklärt der Präsident der Universität, Metin Tolan. „Da wir uns als Universität der Stadt und ihren Einwohnern sehr verbunden fühlen, möchten wir unseren Beitrag dazu leisten, stressfreie Zusammenkünfte im Freien zu ermöglichen“, sagt Tolan und fügt einen für die Uni verbrieftes, seit Gründung bestehendes Zitat an: „Zum Wohle Aller.“

Sollten dennoch Reste von Müll, Flaschen und Pizzakartons liegen bleiben, wird der Platz der Göttinger Sieben von Mitarbeitern der Uni und den Göttinger Entsorgungsbetrieben immer montags gereinigt. Nach Absprache werde sich die Stadt an weiteren Kosten beteiligen, teilt die Verwaltung mit. (Thomas Kopietz)

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