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Stadthalle: Neustart mit dem Göttinger Symphonie Orchester

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Von: Thomas Kopietz, Bernd Schlegel

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Die Göttinger Stadthalle: Die Sanierung der Außenfassade ist abgeschlossen. Im Innern laufen die Arbeiten weiterhin auf Hochtouren. Ab Herbst 2023 sind erste Veranstaltungen geplant.
Die Göttinger Stadthalle: Die Sanierung der Außenfassade ist abgeschlossen. Im Innern laufen die Arbeiten weiterhin auf Hochtouren. Ab Herbst 2023 sind erste Veranstaltungen geplant. © Bernd Schlegel

Die Stadthalle Göttingen soll Anfang 2024 offiziell wiedereröffnet werden. Im Herbst 2023 beginnt ein „Soft Opening“.

Göttingen – Die Sanierung der Göttinger Stadthalle geht voran und ab Herbst kommenden Jahres soll die Wiedereröffnung langsam starten – als „Soft Opening“. Bei der ersten Veranstaltung überhaupt soll das Göttinger Symphonie Orchester (GSO) auftreten.

„Das Ziel ist deutlich in Sicht“, macht Göttingens Stadtbaurat Frithjof Look deutlich. „Insbesondere vor dem Hintergrund der erheblichen und notwendigen Bemühungen, das Projekt trotz der derzeit wirtschaftlichen Entwicklungen zum Abschluss zu bringen, steigt die Vorfreude auf die Inbetriebnahme umso mehr, nun da jetzt die erste Veranstaltung feststeht, die in der dann frisch sanierten Stadthalle auf die Bühne kommt.“

Funktionen werden erprobt

Bereits während der Phase der Inbetriebnahme werden sämtliche Funktionen der sanierten Stadthalle erprobt. Voraussichtlich ab Sommer kommenden Jahres werden die Sicherheitsabnahmen abgeschlossen sein. Dabei werden alle Einbauten und technischen Anlagen wie Lüftung, Beschallung und Beleuchtung zunächst im Einzelbetrieb und anschließend gemeinsam im Verbund getestet, ausgewertet und optimiert. „Wir testen die neuen Funktionen auf Herz und Nieren, damit für den Echtbetrieb alles reibungslos klappt“, macht Look deutlich.

Voraussichtlich ab Sommer 2023 werden die Sicherheitsabnahmen abgeschlossen sein. Dann werde es für die Öffentlichkeit auch regelmäßige Führungen durch das sanierte Gebäude geben, kündigt Look an. Die letzte Stufe der Inbetriebnahme bildet das „Soft Opening“. Im Testbetrieb sind Veranstaltungen mit ganz unterschiedlichen Formaten unter realen Bedingungen und mit Publikum vorgesehen.

GWG übernimmt Betrieb der Stadthalle

Die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG), die den Betrieb der Stadthalle nach Abschluss der Sanierung übernehmen wird, und die Stadt Göttingen erarbeiten und organisieren für diesen Testzeitraum ein breit gefächertes Programmangebot. So sollen möglichst viele Veranstaltungsarten vom lauten Rockkonzert bis zum leisen Vortrag im laufenden Veranstaltungsbetrieb unter realen Bedingungen und unterschiedlichsten Ansprüchen an die technischen Anlagen simuliert werden. Im Februar 2024 ist dann eine große Eröffnungsfeier geplant, die den Regelbetrieb der Stadthalle Göttingen einläutet. Sie soll insbesondere für regionale Konzert,- Comedy-, Musical- und Rockveranstaltungen sowie für Industriepräsentationen, Kongresse, Seminare, Tagungen, Messen und Ausstellungen eine Bühne mit idealen Voraussetzungen bieten. (bsc)

Das Baukosten-Fass ohne Boden: die Göttinger Stadthalle

Die Kosten für die Grundsanierung der Stadthalle, die sich zudem extrem verzögert hat, sind explodiert: 19,5 Millionen Euro sollte das Fitmachen der Halle, die im Volksmund „Kachelofen“ heißt, laut Plan aus 2017 kosten. Mehr als 40 Millionen Euro sollen es nun werden – genau: 41,5 Millionen Euro.

Der Bund der Steuerzahler Niedersachsen/Bremen hatte das in seinem Schwarzbuch 2021 angeprangert. „Der aktuelle Stadthallen-Finanzreport bestätigt, dass der Finanzplan des aktuell größten Sanierungsprojekts der Stadt Göttingen stabil bleibt“, so die offizielle Verlautbarung, meldete die Stadtverwaltung Anfang November. Die Halle soll im vierten Quartal 2023 für eine Testphase eröffnet werden. Die wirkliche Eröffnung ist für Februar 2024 angekündigt. Im Rat der Stadt gab es jahrelang Streit um die Sanierungspläne, die mehrheitlich von SPD und Grünen getragen wurden. Heute arbeiten im Haushaltsbündnis einstige Gegner besonders aus den Reihen der CDU im Haushaltsbündnis mit der SPD und FDP zusammen. (tko)

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