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Stadthallen-Neubau: CDU fordert Kontrollorgan für Bauprojekte in Göttingen

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Von: Thomas Kopietz

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Planungs-Bild des Architekturbüros zur Stadthalle
Wird generalüberholt: Der „Kachelofen“ genannte Umbau der Stadthalle Göttingen verteuert sich erneut massiv – nun auf 41,5 Millionen Euro. So soll das Gebäude am Ende aussehen. © Rendering: Sollsasse Architekten/nh

Der CDU-Stadtverband reagiert auf die erneute Kostensteigerung zur Stadthallen-Sanierung. Ihre Forderung: Ein unabhängiges Kontroll-Gremium.

Göttingen – Mit Verzögerung und nach der oppositionellen Grünen-Fraktion im Stadtrat hat nun auch die CDU Göttingen – also nicht die im Haushaltsbündnis mit der SPD und FDP verbandelte CDU-Fraktion – auf die erneute, dritte und drastische Kostensteigerung für die Stadthallensanierung reagiert.

Die CDU sieht alte und schon früh bei der Planung der Sanierung geäußerten Bedenken bestätigt. Für den CDU-Stadtverband kommt die Korrektur der Baukosten um 6,9 Millionen Euro nach oben auf 41,5 Millionen Euro insgesamt deshalb „keineswegs unerwartet“. Man sei nicht verwundert darüber.

Erneute Kostenexplosion bei Stadthallen-Sanierung: CDU-Stadtverband zeigt sich wenig überrascht

„Was damals als Schwarzmalerei abgetan wurde, ist heute Realität, die wir bezahlen müssen“, sagt Stadtverbandsvorsitzende Carina Hermann. Die CDU hatte von Beginn an Zweifel den von der Verwaltung vorgelegten Kosten gehegt und grundsätzlich einen Neubau präferiert, auf dem Gelände der Lokhalle, um das dortige Veranstaltungszentrum zu stärken.

Auch hätten sich früh Lücken in Ausstattungsplanung, Verteuerung von Baumaterialien und Dienstleistungen angekündigt, erinnert Hermann. Nun behalte man – auch durch Einsparungen bei Technik und Bestuhlung – „eine Halle aus dem letzten Jahrtausend“.

Hermann bedauert, dass die Verwaltung nicht früh genug ergebnisoffen alle möglichen Varianten geprüft habe. Beim jetzigen Volumen hätte ein Neubau am jetzigen Standort wie Alternativorten sowie Erweiterung der Lokhalle geprüft werden müssen.

CDU-Stadtverband fordert ein unabhängiges Kontrollgremium für Großprojekte

Die CDU fordert nun ein unabhängiges Gremium, das städtische Großprojekte begleite und für Kontrolle sorge. Man müsse aus den Fehlern wie am Beispiel Stadthalle lernen. Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) habe Vorschläge unterbreitet und Verbesserungen angekündigt.

Ein Neubau als Alternative sieht Petra Broistedt auch heute nicht: Der wäre mindestens genau so teuer geworden. Zudem habe bei Beginn kein Bauplatz vorgelegen, sagte sie kürzlich in der Pressekonferenz auf Frage unserer Zeitung.

Ein Aufschlag übrigens droht auch für die Neugestaltung der Außenfläche. Sie soll bislang „nur“ 1,9 Millionen Euro kosten.

Zur Erinnerung: Laut erster Schätzung der Bauverwaltung um den damaligen Dezernenten Thomas Dienberg hätte die Sanierung ganze 19,5 Millionen Euro kosten sollen. Ein Schnäppchen. (Thomas Kopietz)

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