Unerwartete Betonsanierungen

Stadthallen-Sanierung in Göttingen verzögert sich weiter

Ortstermin im Oktober: Von außen ist die Sanierung der Göttinger Stadthalle weitgehend beendet. Doch im Innern des Veranstaltungsgebäudes kommen immer wieder unerwartete Probleme ans Licht.
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Ortstermin im Oktober: Von außen ist die Sanierung der Göttinger Stadthalle weitgehend beendet. Doch im Innern des Veranstaltungsgebäudes kommen immer wieder unerwartete Probleme ans Licht.

Die Sanierung der Göttinger Stadthalle verzögert sich ein weiteres Mal. Die Arbeiten werden nun voraussichtlich im ersten Quartal 2023 beendet sein. Das berichtet die Stadtverwaltung. Ursprünglich sollte das Projekt Ende 2022 abgeschlossen sein.

Göttingen – Gründe für die Verzögerungen sind umfangreichere Betonsanierungen und Lieferschwierigkeiten beim Material für den Innenausbau.

Abgeschlossen ist inzwischen die Betonsanierung im Untergeschoss bis zur Bodenkante. Die Sanierung des Betons im Innenbereich des Veranstaltungsgebäudes dauert weiterhin an.

„Bei diesen Arbeiten zeigten sich notwendige, zuvor aber nicht planbare Erfordernisse wie etwa das Anfertigen einer weiteren Spritzbetonschale im Erdgeschoss“, heißt es aus dem neuen Rathaus. Im Februar 2022 und damit deutlich später als ursprünglich geplant sollen die Arbeiten der Betonsanierung komplett abgeschlossen sein.

Die derzeitigen Lieferengpässe auf dem Weltmarkt wirken sich nun direkt auf den weiteren Zeitplan des Projekts aus. Das deutete sich bereits bei einem Baustellentermin im Oktober an. Konkret betrifft dies beispielsweise die Dielendecke im Foyer: Aufgrund der aktuellen Knappheit von Metallen ergibt sich nun eine Lieferzeit von sechs Monaten – üblich sind normalerweise vier Wochen. Die späte Materiallieferung beeinflusst die Fertigstellung und wirkt sich auf die nachfolgenden Gewerke wie Sprinklerinstallationen, Lüftung und weitere Ausbaugewerke aus, die ihrerseits nun erst verspätet starten können.

Insgesamt verschiebt sich der Abschluss der Arbeiten nach derzeitigem Stand um etwa drei Monate ins erste Quartal 2023. Daran schließen sich die Abnahme des Gebäudes sowie die Beseitigung möglicher Mängel an. Außerdem muss die Bühnen- und Medientechnik in Betrieb genommen werden.

Erste Veranstaltungen sollen nun im Mai 2023 stattfinden. Dabei sollen sämtliche Varianten erprobt werden. Die Aufnahme des Regelbetriebs ist dann mit Blick auf die Sommerferien in Niedersachsen im August 2023 vorgesehen.

Die Stadt hat nach eigenen Angaben auch einen Puffer berücksichtigt, damit Veranstaltungen, die in der Regel mit einem Vorlauf von etwa zwölf Monaten gebucht werden, nicht abgesagt oder verschoben werden müssen. Die Stadtverwaltung will entsprechende finanzielle Konsequenzen vermeiden. (Bernd Schlegel)

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