HNA und Filmbüro präsentieren

Kult-Film und Star-Talk: Heinz-Erhardt-Abend im Göttinger Cinemaxx

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Heinz Erhardt als Hauptwachmeister Eberhard Dobermann (rechts) in dem Film „Natürlich die Autofahrer“. Ein Szenenfoto vom Dreh am Theaterplatz in Göttingen.

Am Dienstag, 20. August, präsentieren die HNA und das Filmbüro in Kooperation mit dem Cinemaxx dort ab 19.30 Uhr einen „Heinz-Erhardt-Abend“.

Das Filmbüro Göttingen und Initiator Sven Schreivogel will Göttingen wieder zu einer Filmstadt machen und will im Bemühen darum auch öffentliche Ausrufezeichen setzen. Das erste ist der Kult-Abend im Cinemaxx: Gezeigt wird „der“ Göttinger Spielfilm „Natürlich die Autofahrer“. Anlass ist die Uraufführung des Films vor genau 60 Jahren, am 20. August 1959.

„Wir wollen hier ein Filmstadt-Fieber“ erzeugen“, sagt Filmenthusiast Schreivogel, der seit Jahren für das Thema brennt und mittlerweile einige – auch prominente – Unterstützer gefunden hat. So sind bei dem „Heinz-Erhardt-Abend“ in zwei Talk-Runden auch Promis dabei: Die Schauspielerinnen Katja Frenzel („Rote Rosen“) und Natalie O’Hara („Der Bergdoktor“), werden mit dem Medienwissenschaftler Dr. Stefan Zimmermann und Christian Ewald (Geschäftsführer Knockwood-Film Göttingen) über die Chancen für einen Neustart Göttingens als Filmstadt sprechen.

Unterstützerin: Schauspielerin Katja Frenzel

Mit dabei ist auch Tim Asch. Der Schüler trumpfte kürzlich in der TV-Show „Klein gegen groß“ mit seinem Erhardt-Wissen auf.

Und es gibt weitere Experten zum Thema Heinz Erhardt, der acht Spielfilme in Göttingen drehte. Über den Kult-Komiker, seine Filme und die Bedeutung für Göttingen werden die Schauspielerin Kornelia Boje, der Leiter des Karl-May-Archivs Göttingen und Autor Michael Petzel, der Film-Fan und -sammler Wolf-Dieter Bleyer aus Roringen sowie der Schauspieler und Erhardt-Imitator Patrick L. Schmitz diskutieren. Moderiert werden die Runden von dem Leiter der Göttinger HNA-Redaktion.

Für die passende Unterhaltung sorgt der Polizeichor Göttingen unter Leitung von Frank Bodemeyer, der zwei Lieder aus dem „Autofahrer-Film“ einstudiert hat.

Im Cinemaxx--Kino wird auch ein VW-Käfer in Polizeiversion aus den 50er-Jahren zu sehen sein. Heinz Erhardt fuhr im Film ein Käfer-Cabrio. 

Karten gibt es im Cinemaxx. Sie kosten zwischen 10,50 und 13 Euro. Einlass ist am Dienstagabend ab 19.15 Uhr, Beginn um 19.30 Uhr.

HNA-Glückstelefon: Drei Gewinner stehen fest

„Natürlich die Autofahrer“ mit Heinz Erhardt ist exakt 60 Jahre nach der Premiere am Dienstag, 20. August, wieder im Kino zu sehen. Die HNA und das Filmbüro Göttingen präsentieren den Streifen im Cinemaxx Göttingen und dazu spannende Gäste in Talk-Runden. Wir haben drei mal zwei Karten für die Matinee um 19.30 Uhr verlost. Die Gewinner sind: 

Ina Stippich aus Uslar; 

Werner Meyer aus Moringen; 

Jörg Hellfeier aus Hann. Münden.

Zahlen, Fakten und Drehorte in Göttingen zum Kult-Film mit Heinz Erhardt

„Natürlich die Autofahrer“ ist für viele Göttinger der bekannteste Spielfilm von 100, die im Filmatelier gedreht wurde. Die Erstaufführung war am 20. August 1959 in der Lichtburg in Essen, nachdem die FSK-Prüfung den Schwarz-Weiß-Streifen wenige Tage zuvor am 14. August für Zuschauer ab sechs Jahren freigegeben hatte. Er erhielt aber den Sondervermerk: „nicht feiertagsfrei“. 

Die Fernsehausstrahlung fand erst zehn Jahre später statt, im Jahr 1969. Ein Blockbuster war die Sendung noch 1984, als im ZDF sagenhafte 20,67 Millionen Zuschauer vor den TV-Geräten saßen. Sie lernten dabei auch die Stadt Göttingen kennen. Die Orte für die Außen-Aufnahmen außerhalb der Atelier-Halle in Grone (heute Sartorius-Firmengelände) waren unter anderem: 

Weender Tor, heute Heinz-Erhardt-Platz: Polizist Dobermann regelt den Verkehr - zu sehen ist auch ein VW-Bully des Musikhauses Hack. 

Einfamilienhaus am Guldenhagen: Dobermanns „Häuschen“, gegenüber im Käthe-Kollwitz-Weg. Zu sehen auch ein Lastwagen der Spedition Friedrich Zufall. 

Pavillon vorm Hauptbahnhof: Blumenladen von Jutta Schmalbach Ausfahrt am Maschmühlenweg, gegenüber des früheren Helco-Firmensitzes. 

Friedrich-Naumann-Straße/Egelsberg, im Hintergrund die Christuskirche. 

Rondell mit Kandelaber am Theaterplatz, dort endet die Verfolgungsjagd, die auch in Kassel gedreht wurde: Goethestraße, Herkulesstraße, Lassallestraße, Pestalozzistraße, Wilhelmshöher Allee. 

Elliehausen: Westlicher Ortsausgang: Hier wurde die Schlussszene gefilmt: Ralf Wolter als Verkehrspolizist kassiert fünf D-Mark Bußgeld. 

Weitere Fakten: Länge: 83 Minuten Format: 35 mm Regie: Erich Engels Drehbuch: Gustav Kampendonk Kamera: Albert Benitz Schnitt: Ingrid Wacker Musik: Peter Igelhoff Produktion: Deutsche Film Hansa Hamburg 

Besetzung: Heinz Erhardt, Maria Perschy, Arne Madin, Ruth Stephan, Margitta Scherr, Erik Schumann, Peter Frankenfeld, Trude Herr, Bob Iller, Hans Paetsch, Günther Pfitzmann.

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