Göttingen: Starke Stütze für Jugendliche

Jugendhilfe-Geschäftsführer kritisiert mangelnde Einbindung in Krisenstab

Die SPD-Abgeordneten Thomas Oppermann (links) und Gabriele Andretta (3.v.r.) erfuhren, dass sich der Verein Jugendhilfe Göttingen um viele Benachteiligte kümmert.
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Die SPD-Abgeordneten Thomas Oppermann (links) und Gabriele Andretta (3.v.r.) erfuhren, dass sich der Verein Jugendhilfe Göttingen um viele Benachteiligte kümmert.

Der Corona-Ausbruch im Iduna-Zentrum und in der Groner Landstraße haben die Jugendsozialarbeit und das Jugendhaus der Jugendhilfe Göttingen am Gartetalbahnhof in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Göttingen – Die Mitarbeiter waren auch in der Krisenintervention während der Quarantäne beteiligt.

Letztlich spielten sie einen nicht unwesentliche Rolle bei der Krisenbewältigung. „In erster Linie ging es für uns darum, unsere vor allem über die sozialen Netzwerke bestehenden Kontakte zu den Jugendlichen aus beiden Wohnkomplexen zu nutzen und so die Familien über die aktuelle Situation zu informieren“, sagte Jugendhilfe-Geschäftsführer Christian Hölscher.

Während die Groner Landstraße 9 ohnehin zum Leineviertel-Quartier zähle und viele der dort lebenden Jugendlichen regelmäßig das Jugendhaus am Gartetalbahnof besuchten, sei man bei der ersten Krise im Iduna Zentrum ebenfalls betroffen unt tätig gewesen, weil der Verein dort einen Familientreff betreibt. „Unsere Kollegen haben sich beide Male voll reingehängt, waren aber teilweise total überlastet, sagte Hölscher.

Zwar habe man beim Ausbruch in der Groner Straße deutlich gemerkt, dass alle Beteiligten dazugelernt hatten, doch hätte er sich dennoch gewünscht, dass die Jugendhilfe-Mitarbeiter als Vertrauenspersonen der Bewohner besser in den Krisenstab und dessen Informationspolitik eingebunden worden wären, kritisierte Hölscher.

„Da es nicht ausgeschlossen ist, dass sich solche oder ähnliche Situationen wieder ereignen, werden wir diesen Wunsch mitnehmen und mit den Verantwortlichen darüber sprechen“, versprach Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD), die dem Verein eine „ganz wichtige Rolle bei der Bewältigung der Krise“ zusprach und allen Mitarbeitern für ihr Wirken „von Herzen“ bei einem Besuch, mit ihrem Partei-Kollegen und Bundestagsvizepräsidenten Thomas Oppermann, dankte.

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