Prognose des Göttinger Unternehmens

Starke Umsatzzahlen: Sartorius läuft auch nach neun Monaten auf Jahresziel-Kurs

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Enorm gewachsen: Die Zentrale des Sartorius-Konzerns im Industriegebiet Göttingen-Grone im September 2018. Noch nicht ganz fertig ist das Gebäude mit der künftigen Mensa oben links im Luftbild. Das Unternehmen meldet gute Neun-Monatszahlen für das laufende Geschäftsjahr.

Die Sartorius AG bleibt auf Kurs in Richtung Jahresprognose: Die Neun-Monatszahlen 2018 dürften den Aktienkurs, der ein kleines Tief durchschritt, wieder positiv beeinflussen.

Der Konzernumsatz stieg in den ersten neun Monaten des Jahres um 13,4 Prozent, der Auftragseingang um 13,3 Prozent und die Gewinnmarge lag bei 25,5 Prozent. Beim Umsatz hat Sartorius damit bereits jetzt die Milliardenmarke überschritten (1,15 Milliarden Euro).

Für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Joachim Kreuzburg hat Sartorius „in den ersten neun Monaten 2018 ein sehr gutes organisches Wachstum erzielt“. Das gelte besonders für die ohnehin deutlich umsatzträchtigere Bioprozess-Sparte, die laut Kreuzburg in allen Produktkategorien und in allen Regionen dynamisch zulegen konnte (Umsatzplus: 14,8 Prozent auf 843 Millionen Euro). 

Erfreulich auch der deutlich gewachsene Auftragseingang. Die Sparte Laborprodukte und -Service verbesserte das Ergebnis um 9,7 Prozent auf 310,7 Millionen Euro.

Herausragend gut hat sich Sartorius auf dem amerikanischen Markt entwickelt, wo die Erlöse um gut 20 Prozentgegenüber dem Vorjahreszeitraum stiegen. Stark aber auch die Zahlen auf dem – schon im Vorjahr erfolgreich beackerten – asiatischen Markt, wo der Umsatz noch einmal um 13,4 Prozent zulegte.

Unter dem Strich steht im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine höhere Gewinn-Marge (EBITDA) von nun 25,5 Prozent gegenüber 2017 von 24,6 Prozent. Der Nettogewinn legte um 21,8 Prozent auf 126,3 Millionen Euro zu.

Wie gesagt: Sartorius liegt auf Kurs der Jahresprognose, die die Konzernspitze zum Halbjahresergebnis nach oben korrigiert hatte: Sie beinhaltet ein Umsatzplus von zwölf bis 15 Prozent und eine Zunahme der Gewinnmarge am Ende des Jahres von 0,5 Prozent auf das 2017-Ergebnis von 25,1 Prozent.

In der Sparte Bioprocess erwartet Sartorius ein Jahresplus von bis zu 15 Prozent. Einzig negative Nachricht zur Analyse der Neun-Monatszahlen: Das Ziel für die Laborprodukte-Sparte aber korrigiert das Unternehmen nach unten – von zwölf bis 15 Prozent auf nun acht bis zehn Prozent. Grund ist eine schwächere Nachfrage für die Produkte auf dem Kernmarkt in Europa.

2017 machte der Göttinger Sartorius-Konzern einen Umsatz von mehr als 1,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 8000 Mitarbeiter an weltweit 60 Produktions- und Vertriebsstandorten.

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