KWP-Open-Air: Lea & The Moment und Flooot

Starker Festival-Einstieg und mitreißende „Flooot“

Sängerin Lea und ihre Band The Moment begeisterten zum Start des Festivals im Göttinger KWP das Publikum.
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Richtig stark und mehr als ein Geheimtipp waren Lea & The Moment, die zum Start des Festivals im Göttinger KWP das Publikum begeisterten.

Einen so starken Einstieg in das KWP-Open-Air hat es seit einigen Jahren nicht mehr gegeben: Lea & The Moment boten musikalisch eine weit mehr als solide Show.

Göttingen - Sie waren für manche derer, die schon zu Beginn des Festivals in der Waldarena saßen, bereits der Höhepunkt des Abends. Lea sang und spielte Coverversrionen bekannter Songs, so auch von Tom Petty. Mit ihrer Stimme erinnerte sie zeitweilig ein weinig an Tracy Chapman. Zumal, als sie, wie bei den ersten beiden Stücken, allein mit Gitarre auf der Bühne stand.

Flooot hatten es dann etwas leichter, als die in Göttingen nur Wenigen bekannte Lea samt Band. Flooot haben nämlich bereits vor zehn Jahren für Furore gesorgt. Die Bläsertruppe hatte dort regional einen Hit gelandet, kein Wunder, denn „Göttingen“ ist eine Hommage an ihre Heimatstadt und ein Ohrwurm zugleich.

Wie heßt es doch darin: „Dies ist der Song für die Stadt aus der Ich komm. Göttingen, du hast mein Herz eingenomm´, Dies ist der Song für die Stadt aus der Ich komm´. Ich bin zwar längst raus, doch ich werde wieder komm‘.

So ist es: Die Jungs haben die Stadt längst verlassen. Sie hat es in die Metropolen des Landes gezogen, wie Moderator Lars Wätzold witzelte: die da heißen: Adelebsen und Northeim, aber auch Köln. „Geht doch“, sagt Wätzold dann.

Klar ist: Der mitreißende Stilmix macht weiter enorm viel Spaß. Wie auch der Song „Meine Bude“ und die Zeile beweisen: „Ich und meine Bude, wir kennen uns privat.“ Passend zum mit 160 Bierzeltgarnituren bestückten KWP-Platz das Stück: „Meine Bierbank“. „Ich setz mich auf Dich drauf, Du willst es doch auch“ – genial, witzig, dazu mit säftigen Bläser-Einsätzen.

Mit dem Streaming-Erlös aus „Meine Bude“ wollten die „Fooots“ die heimischen Clubs wie Exil und Nörgelbuff unterstützen. Daraus wurde bis jetzt nichts: „11,50 Euro sind zu wenig“, scherzte Trompeter Janos Löber. Nun will die Band einen Teil der KWP-Gage spenden. Großartig.

Viel Beifall gab es dafür. Und das Publikum im Park war zufrieden mit „Flooot“, einer lebendigen Gruppe, die weit mehr ist, als nur „Göttingen“. (Thomas Kopietz/Harald Kuhl)

Mitreißend – „Flooot“ spielten nicht nur ihren Hit „Göttingen“, sondern auch ein Stück über eine Bierbank. Passend: Dabei standen und saßen die Musiker auf der Bierbank.

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