Lauf gegen Krebs: Mehr als 13.000 Runden für den guten Zweck

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Göttingen. „Schwitzen für den guten Zweck“ hieß es am Samstag auf dem Sportgelände der Universität Göttingen. Über 1100 Teilnehmer waren am Start. Sie schafften 13.014 Runden.

Frauen, Männer, Kinder und Hunde gingen trotz hochsommerlicher Verhältnisse und bis zu 38 Grad im Schatten beim zweiten Göttinger Lauf gegen den Krebs an den Start. „Angesichts dieser Wahnsinnstemperaturen sind wir mit der Resonanz superzufrieden“, freute sich Mitorganisatorin Lisa Donath vom Göttinger Hochschulsport, der die unter dem Motto „Wir laufen fürs Leben“ stehende Veranstaltung zusammen mit dem Verein Horizonte Göttingen zur Unterstützung brustkrebskranker Frauen und dem Krebszentrum der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ausrichtete.

Zwar konnte der bei der Erstauflage vor zwei Jahren gesetzte Rekord von 17 480 Runden nicht geknackt werden. Aber insgesamt 13 014 Runden brachten mehr als 13 000 Euro an Sponsorengeldern zusammen. Das Geld ist für ein Begegnungszentrum für Krebskranke in Göttingen bestimmt. Dazu kommt noch der Erlös aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen.

Dass die bereitstehenden Ärzte und Sanitäter trotz der sengenden Hitze arbeitslos blieben, war auch den Vorsichtsmaßnahmen der Organisatoren zu verdanken. Sie hatten zum einen die Runden von 900 auf 500 Meter verkürzt, zum anderen mit einem großen Wassersprenger und Außenduschen für die dringend benötigte Abkühlung der Aktiven gesorgt.

„Außerdem haben die Wasserwerke einen Wasserwagen und zwei Supermärkte diverse Kisten Mineralwasser gespendet“, berichtete Lisa Donath. Ihr Dank ging am Ende nicht nur an die vielen Läufer, sondern auch an die etwa 60 fleißigen Helfer, die mit ihrem ehrenamtlichen Einsatz maßgeblichen Anteil am Erfolg der Veranstaltung hatten.

Aktualisiert um 12.30 Uhr

„Das ist eine tolle Aktion, die man einfach nur unterstützen kann“, lobten die Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU), die sich ebenso wie der verhinderte Schirmherr, Fußball-Nationaltorwart Ron-Robert Zieler von Bundesligist Hannover 96, für die gute Sache einsetzen.

„Es ist großartig, dass hier so viele Menschen zusammenkommen, diese Veranstaltung zu einem echten Happening machen und gleichzeitig etwas Gutes tun“, sagte Oppermann.

„Die äußeren Bedingungen waren schon grenzwertig“, sagte Teilnehmerin Mandy Ludewig, die mit ihrem Mann Ingo und den beiden Kindern Niklas und Rebecca an den Start ging. „Heute Morgen haben wir tatsächlich überlegt, ob wir uns und den Kindern das zumuten können.“ Weil es aber um die gute Sache ging, hätten sie sich für einen Start entschieden. „Zum Glück“, so Ludewig. Schließlich sei die Veranstaltung „großartig organisiert gewesen“ und alle vier hätten ihren Spaß gehabt. „Auch wenn ich gerne noch einige Runden mehr gelaufen wäre.“ Das aber sei wegen der Hitze dann doch unmöglich gewesen.

Bilder vom "Lauf für das Leben" in Göttingen

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