1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

Start frei für Literaturherbst-Tickets: Festival in 28 Spielstätten auch in der Region

Erstellt:

Von: Thomas Kopietz

Kommentare

Das sind sie: Die neuen Plakate mit Buchtürmen und freudigen Bücherwürmern. Der Göttinger Literaturherbst 2022 stellte das Programm vor. Von links das Team mit Mara Becker, Nina Hornig, Johannes-Peter Herberhold, Gesa Husemann, Madeleine Stockder und Sonja Medicus.
Das sind sie: Die neuen Plakate mit Buchtürmen und freudigen Bücherwürmern. Der Göttinger Literaturherbst 2022 stellte das Programm vor. Von links das Team mit Mara Becker, Nina Hornig, Johannes-Peter Herberhold, Gesa Husemann, Madeleine Stockder und Sonja Medicus. © Dietrich Kühne/nh

Das Literaturherbst-Festival (22. Oktober bis 6. November) wartet erneut mit einem prallen Programm und großen Namen auf. Der Vorverkauf der Tickets startet.

Göttingen – Ein gestapelter Bücherturm und ein meist verschmitzt schauender oder gar herzhaft lachendender Mensch: Die Plakate zum 31. Göttinger Literaturherbst versprühen die pure Lebens- und Leselust – auch in schweren Zeiten.

Das größte Literaturfestival im Norden (22. Oktober bis 6. November) mit seinen 71 Veranstaltungen in 28 Spielorten von Hann. Münden bis Einbeck und Duderstadt bis Bad Gandersheim wartet erneut mit einem prallen Programm, großen Namen und Newcomern auf. Mit der Reihe „Junger Herbst“ werden unbedarfte, interessierte junge Menschen angesprochen. Spannendes gibt es für Krimi- und Gruselfans, natürlich in der Stadt, die Wissen schafft, auch Forscherthemen.

Literaturherbst-Ticket-Verkauf startet

Natürlich wird der Ukraine-Krieg eine wichtige Rolle spielen: „Wir können nicht einfach ein Festival, ohne dieses Thema und die daraus resultierenden Probleme machen“, sagt Johannes-Peter Herberhold.

Der Literaturherbst-Geschäftsführer wirkt nachdenklich in seinen Eröffnungsworten zur Programmvorstellung – aber auch zuversichtlich und glücklich: Denn der Literaturherbst hat im Literaturhaus eine Heimat gefunden – in einer WG mit dem Literarischen Zentrum – und dazu mitten in der Stadt an der Nikolaistraße.

„Wir sind physisch greifbar geworden, hier arbeiten wir, ab morgen ist hier jeden Tag die Tür auf. Menschen können hereinkommen, sich umschauen und Karten kaufen.“ Der Vorverkauf startet nämlich am Donnerstag, 25. August, um null Uhr.

Literaturhaus wird Festivalzentrum

Während des Literaturherbstes wird das Literaturhaus das Festivalzentrum sein – dort entsteht eine „Popup-Gaststätte, betrieben von Spitzenköchin Jaqueline Amirfallah und dem Apex-Team. „Essen und Trinken zu erschwinglichen Preisen und das Treffen der Autoren und Stars nach den Lesungen“ verspricht Herberhold.

Das Festival wird auch wieder für eine Karte, das On-Air-Ticket (22 Euro) komplett online zu sehen sein. Möglich macht das Sartorius mit einer finanziellen und technischen Unterstützung. „Andere Veranstalter haben das digitale Angebot wieder eingestampft, Sartorius denkt weiter, und so werden wir On-Air weiter betreiben.“

Voller Programmkalender: „Da will ich auch hin“

Das Durchblättern des 132-Seiten-Programmhefts mit besagtem lebensfrohem Coverfoto lässt beim Betrachter einen Gedanken zwingend zurück: „Ich kann vieles ja gar nicht erleben.“ Das ist so bei dem stets pickepacke-vollen Programmkalender, der viel Bekanntes, Verlässliches und Neues bietet.

Dazu gehört, dass das Team um die federführende Programm-Macherin Gesa Husemann die Vorstellung zu einem Parforceritt durch die Literatur und der Auftretenden macht. Die Ausführungen verstärken bei Zuhörenden das Verlangen: „Da will ich auch hin!“

Neuigkeiten gibt es auch: Zum Auftakt wird drei Autoren-Debütanten eine Bühne geboten – in der Reihe „Junger Herbst“. Drei Autorinnen kommen auch beim „Ukrainischen Abend“ zu Wort. „Wir wollen Räume für Diskussionen schaffen“, sagt Herberhold. Dafür sorgen wird auch Tupoka Ogette mit ihrem Buch „Und jetzt Du. – Rassismus kritisch leben“.

Ebenso aufrüttelnd: Hendrik Bolz und Rapper Drandsal über „Radikale Männlichkeit“. Überbordende Männlichkeit bietet auch der Profi-Fußball. Einer, der mit Mats Hummels den Dortmunder Kinder-(Abwehr)-Riegel bildete, ist heute ein anderer geworden: Neven Subotic sorgt mit seiner Stiftung für Wasser in Afrika. Sein Buch „Alles geben“ stellt er beim SC Hainberg in der Fun-Sporthalle vor. Dafür können Vereine Freikarten ordern.

Programm/Karten: Ab sofort in bekannten Vorverkaufsstellen, im Literaturhaus, Nikolaistraße 22, und online: www.literaturherbst.com

Auch interessant

Kommentare