Bundesbank-Filiale Göttingen auf Auslieferung vorbereitet

Start frei für den neuen Zehn-Euro-Schein

Das ist der neue Zehner: Göttingens Bundesbank-Filialleiter Heinz Höfer (links) und sein Stellvertreter Konrad Velt mit dem neuen Zehn-Euro-Schein, der ab Dienstag ausgeliefert wird. Foto: Schröter

Göttingen. Nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) 2013 den neuen Fünf-Euro-Schein in Umlauf gebracht hat, ist jetzt der Zehner an der Reihe. Bei der Bundesbank-Filiale in Göttingen, einer von 41 Filialen bundesweit, sind die Vorbereitungen für die am Dienstag beginnende Auslieferung bereits abgeschlossen.

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Ab diesem Zeitpunkt wird an den meisten Geldautomaten nur noch der neue Zehner ausgegeben. „Die neuen Scheine kommen nicht deshalb, weil der bisherige leicht zu fälschen ist“, versichert Heinz Höfer, Leiter der Göttinger Bundesbank-Filiale. Zum einen seien alle Euro-Scheine ohnehin schon enorm fälschungssicher, zum anderen würden sich Fälscher viel eher die wertigeren Geldscheine wie 50-er, 100-er und 200-er vornehmen: „Es geht vielmehr darum, die Qualität der Scheine zu verbessern und ihre Lebensdauer zu verlängern.“

Während die Motive (Fenster auf der Vorderseite, Brücke auf der Rückseite) nur minimal geändert wurden, sticht vor allem die intensivere Färbung ins Auge. Wie beim neuen Fünf-Euro-Schein wurde diese durch das Auftragen einer Lackschicht unterstützt, die den Schein gleichzeitig haltbarer macht. Außerdem wurden mehrere Sicherheitsmerkmale verbessert. So gibt es etwa mehr fühlbare Symbole und Bereiche, das Wasserzeichen wird durch das Gesicht der Europa ergänzt und die Zahl Zehn ist auf der Vorderseite mit einer Farbe aufgetragen, die sich je nach Neigungswinkel und Lichteinfall ändert.

„Beim Austausch der Fünf-Euro-Note, die im Mai vergangenen Jahres begann, haben wir die Erfahrung gemacht, dass einzelne Automatenaufsteller kleinere Probleme bei der Umstellung hatten“, berichtet Höfer. Aus diesem Grund habe man die dafür vorgesehene Frist von damals drei Monaten auf jetzt neun Monate verlängert. „Insgesamt werden ab dem 23. September europaweit nach und nach 4,6 Milliarden Zehn-Euro-Scheine in Umlauf gebracht, mehr als ein Viertel davon in Deutschland.“ Wie beim Fünf-Euro-Schein gehe man davon aus, dass hierzulande nach rund einem Jahr keine alten Scheine mehr kursieren dürften. Im europäischen und außereuropäischen Ausland sehe das ganz anders aus. „Dort befinden sich noch immer 70 Prozent aller ausgegebenen alten Fünf-Euro-Scheine“, sagt Höfer. Und das werde auch beim neuen Zehner nicht anders sein. (per)

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