Modellprojekt

Start für Betriebsimpfungen bei Sartorius in Göttingen: Etwa 200 Mitarbeiter haben ihre erste Dosis erhalten

Eine Frau in weiß und mit Maske injiziert einer anderen Frau mit Maske Impfstoff in den Arm
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Betriebsimpfung bei Sartorius: Petra Bruchmann spritzte Mitarbeiter Michael Gohs mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.

Der Göttinger Konzern Sartorius gehört zu fünf Unternehmen, bei denen im Rahmen eines Modellprojekts Betriebsärzte impfen können. Die ersten Mitarbeiter haben nun ihre Erstimpfung.

Göttingen – Die Modellversuche mit Impfungen durch Betriebsärzte in Niedersachsen laufen. Beim Göttinger Pharmazulieferer Sartorius haben am Mittwoch etwa 200 Mitarbeiter ihre erste Injektion bekommen, wie eine Konzernsprecherin sagte.

Der Laborausrüster in Südniedersachsen ist eines von fünf Unternehmen, die für das Projekt ausgewählt wurden. Dazu gehören auch Volkswagen, die Salzgitter AG, Rewe und Rossmann – die Drogeriemarktkette begann bereits am Dienstag mit Impfungen.

Impfung bei Sartorius: Zunächst 1200 Dosen

Kriterien für die Auswahl waren laut Gesundheitsministerium Kapazitäten für eigene Impfstraßen und Berücksichtigung gefährdeter Berufsgruppen. Zudem bekamen Unternehmen in Hochinzidenzregionen und Firmen mit besonderer Systemrelevanz für die Impfstoffproduktion den Zuschlag. Ab dem 7. Juni sollen Betriebsärzte bundesweit in die Impfkampagne eingebunden werden.

Bei Sartorius in Göttingen impfen der Betriebsarzt und eine Assistentin, ein Ruheraum wurde dort zusätzlich eingerichtet. „Alles läuft wie geplant, wir sind ja schon geübt“, sagte Sprecherin Petra Kirchhoff.

Bereits Anfang April seien rund 500 Mitarbeiter im Rahmen einer Biontech-Impfaktion zur Sicherstellung der Lieferkette geimpft worden. Auch am 14., 15. und 17. Mai würden Mitarbeiter geimpft, so die Sprecherin. 1200 Dosen stehen für das Göttinger Unternehmen zunächst zur Verfügung.

Impfung bei Sartorius: rund 5000 Impfungen möglich

An den sechs Volkswagen-Standorten in Niedersachsen soll mit den rund 5000 möglichen Impfungen ab 17. Mai begonnen werden, wie es in einem Schreiben an die Belegschaft hieß.

Bundesweit hatten in den vergangenen Wochen zahlreiche Unternehmen ihre Bereitschaft signalisiert, ihre Mitarbeiter von Betriebsärzten gegen Corona immunisieren zu lassen. (Bernd Schlegel/mit lni)

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