Historische Lastwagen

Start für Deutschlandtour: Ausfahrt mit alten Schätzchen

Sie sind so unterschiedlich in Optik und Leistung: Die Reihe der historischen Lastwagen konnte in Herzbrg besichtigt werden.
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Sie sind so unterschiedlich in Optik und Leistung: Die Reihe der historischen Lastwagen konnte in Herzbrg besichtigt werden.

Servolenkung, Bremskraftverstärker, Klimaanlage: Fehlanzeige! In den historischen Lastwagen, die in dieser Woche in Herzberg zu ihrer Deutschlandtour starteten, sucht man Dinge, die das Fahren angenehm und leichter machen, vergebens.

Herzberg – „So etwas gibt’s hier nicht“, sagt Joachim Fehrenkötter mit einem Schmunzeln. „Es ist richtig anstrengend, den Lkw über mehrere Stunden über die Landstraßen zu fahren, aber es macht auch riesigen Spaß.“

Der alte Lastwagen, in dem Fehrenkötter gerade sitzt, ist ein Büssing 6000 Baujahr 1955, Das gute Stück hat sieben Liter Hubraum und 120 PS und ist Teil der Sachsentour. Das ist die 18. Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge des ETM-Verlags, an der 150 Teilnehmer mit 83 Fahrzeugen aus Deutschland und Holland teilnehmen. Start war am Dienstag in Herzberg am Harz.

Die historischen Lastwagen ziehen die Blicke magisch an, besonders die Lastwagen mit den langen Schnauzen wie de von Büssing oder Krupp, in denen die Dieselmotoren ihre Arbeit verrichten. „Das sind natürlich besondere Blickfänge“, sagt Organisator Alexander Fischer mit einem Leuchten in den Augen. Nach und nach seien diese langen Fronten kurzen gewichen und die Motoren anders eingebaut worden, weil dadurch bei zulässigen Gesamtlängen mehr Ladefläche gewonnen wurde.

Alle zwei Jahre Treffen sich die Lkw-Fans zu einer Ausfahrt. „Natürlich haben alle Spaß daran, aber wir wollen damit auch Verständnis für die Nutzfahrzeug-Branche wecken“, unterstreicht Fischer. Diesmal ist Herzberg der Startpunkt. Danach werden verteilt auf fünf Tage Leipzig, Plauen, Chemnitz und Cottbus angesteuert. „Es ist eine riesige logistische Herausforderung, denn wir brauchen für alle Fahrzeuge rund 6000 Quadratmeter Stellfläche. Das Catering kommt hinzu. Zum Glück brauchen wir kaum Übernachtungsplätze, weil die meisten auf ihren ausgebauten Ladeflächen schlafen.“

Joachim Fehrenkötter in seinem Büssing: Die Fahrerkabine ist äußerst spartanisch ausgestattet.

Die Eigentümer der alten Lastwagen – die meisten sind Fuhrunternehmer, zwei Familien sogar mit drei teilnehmenden Generationen – fahren in kleinen Gruppen zum nächsten Ziel. Darunter befindet sich das älteste Auto der Runde Dabei handelt es sich um einen Opel Blitz des Baujahrs 1943. Das grüne Fahrzeug hat einen Sechszylinder-Reihenmotor, der damals schon richtungsweisend im Motorenbau war, mit 75 PS. (Hans-J. Oschmann)

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