Start im Herbst 2016: Neuer Campus für Gesundheitsberufe

Der Gesundheitscampus ist zentrales Projekt des Südniedersachsenplans: (von links) UMG-Vorstandssprecher Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, HAWK-Vizepräsidentin Prof. Dr. Annette Probst, Ministerpräsident Stephan Weil, Landesbeauftragter Matthias Wunderling-Weilbier, HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel und Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Foto: HAWK/UMG/nh

Göttingen. Ein zentrales Projekt des Südniedersachsenplans ist der Gesundheitscampus. Das Ausbildungszentrum für gesundheitsnahe Berufe soll im Herbst 2016 in Göttingen an den Start gehen.

Bei dem bundesweit einmaligen Projekt arbeiten die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) eng zusammen. Ein möglicher Standort für den neuen Gesundheitscampus könnte auf den Zietenterrassen sein. Eine Entscheidung, wo der Campus entsteht, ist bislang aber noch nicht gefallen.

600 Studienplätze

Insgesamt soll es nach den derzeitigen Planungen 600 Studienplätze geben. Ausgebildet werden sollen eine ganze Reihe von wichtigen medizinischen Berufen, wie Pflege, Physiotherapie und Logopädie, Versorgungs- und Quartiersmanagement und Medizin-Ingenieurswesen. Außerdem soll es bei dem Vorhaben von Anfang an eine ganz enge Zusammenarbeit mit dem Duderstädter Unternehmen Ottobock geben. Der Campus ist Teil des Südniederachsenplans, mit der die Entwicklung in der Region gefördert werden soll.

„Mit den neuen Studienangeboten wollen wir eine bedarfsgerechte Entwicklung der medizinischen Versorgungslandschaft in Südniedersachsen fördern und damit dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, kündigt Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Sprecher des Vorstandes der Universitätsmedizin Göttingen an.

„Die HAWK bringt ihre Erfahrungen sowohl aus den Studiengängen Physiotherapie, Logopädie in Hildesheim als auch aus dem Bereich von Medizintechnik, Elektrotechnik und Präzisionsmaschinenbau in Göttingen ein“, betont HAWK-Präsidentin Prof. Dr. Christiane Dienel. Vorgesehen sei, in mehreren zeitlichen Stufen Bachelor- und Masterstudiengänge sowie Forschungsprojekte einzurichten.

Eine Besonderheit des Projektes sei, dass Studierende neben ihrem jeweiligen Fachgebiet in ausgewählten Lehrveranstaltungen von Anfang an gemeinsam studieren, beschreibt HAWK-Vizepräsidentin Prof. Dr. Annette Probst den Ansatz des neuen Göttinger Gesundheitscampus. So sei auf der Basis der regionalen Herausforderungen ein ganzheitlicher Blick auf Innovationen und Problemlösungen in allen Sparten des Gesundheitswesens von Anfang an ins Studienkonzept integriert. (bsc)

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