Statt 8000 Zuschauern: Bilder an sechs Standorten

Heilbad Heiligenstadt zeigte am Palmsonntag Bilder vergangener Prozessionen

Mehrere Menschen in dunklen Anzügen und mit Zylinder-Hüten stehen um eine Statue.
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Eine der Stationen an der Ägidienkirche in Heiligenstadt: Das Thema dieses Bildnisses heißt Verspottung.

Alles war anders am Palmsonntag im Heilbad Heiligenstadt: Die große Prozession mit 8000 Teilnehmern und ebenso vielen Zuschauern musste coronabedingt ausfallen.

Heiligenstadt – Doch ganz verzichten wollten die Katholiken auf die traditionsreiche Veranstaltung nicht, zu der Zuschauer vor allem aus der Region Göttingen/Kassel/Erfurt kommen: Sechs Bilder aus dem Umzug waren an verschiedenen Stellen der Altstadt postiert.

Die Prozession am Palmsonntag gibt es seit 400 Jahren

Bis zum Spätnachmittag wurde mit der Aktion an den Einzug Jesu in Jerusalem erinnert. Die Bilder stellen das Abendmahl, Christus am Ölberg, Verspottung, Kreuzigung, die schmerzhafte Mutter und das Heilige Grab dar.

Entlang der Leidensbilder gab es einen Andachtsweg. Er durfte nur unter Einhaltung der Corona-Schutzregeln gegangen werden. Und die Träger mussten Mundschutz tragen. Etliche Touristen und Einheimische nutzten die Möglichkeit, die Stationen zu betrachten.

Die Prozession an Palmsonntag gibt es in Heiligenstadt seit 400 Jahren, in Deutschland ist sie einzigartig. Seit einigen Jahren gehört die Prozession zum immateriellen Kulturerbe der Unesco. (Werner Keller)

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