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Straßenblockade: Klimaaktivisten kleben sich auf der Göttinger Bürgerstraße fest

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Von: Stefan Rampfel

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Ein festgeklebter Klimaaktivist wird von einem Polizeibeamten losgelöst.
Klimaaktivisten der „Letzen Generation“ klebten ihre Hände am Montagabend auf dem Asphalt der Göttinger Bürgerstraße fest. © Stefan Rampfel

Am Montagabend kleben sich fünf Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ zum wiederholten Male mit Sekundenkleber auf einer Hauptverkehrsstraße in Göttingen fest.

Göttingen. Am Montagabend haben zum wiederholten Male fünf Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ die Bürgerstraße in Göttingen blockiert. Vier von ihnen klebten ihre Handflächen mit Sekundenkleber auf die Fahrbahn. Nach rund einer Stunde war die Aktion beendet. Bereits am 16. Mai hatte es die gleiche Aktion an selber Stelle gegeben.

Klimaaktivisten kleben auf der Bürgerstraße: Massive Verkehrsbehinderungen

Autofahrer informierten die Polizei gegen 17.45 Uhr über die Blockade direkt an der Kreuzung von Bürgerstraße und Reinhäuser Landstraße. Aus Fahrtrichtung Bahnhof mussten sowohl die beiden Geradeausspuren in die Geismar Landstraße, als auch die Abbiegespur in die Reinhäuser Landstraße gesperrt werden. Die Polizei leitete den Verkehr über die Lotzestraße um, es kam zu einem Rückstau. 

Ein Feuerwehrmann verteilt mit einer Sprühflasche Öl rund um die festgeklebte Hand eines Aktivisten.
Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr konnten die Klimaaktivisten mithilfe von Speiseöl schließlich von der Fahrbahn lösen. © Stefan Rampfel

Die Göttinger Berufsfeuerwehr rückte mit zwei Einsatzkräften aus, um die Hände von der Fahrbahn zu lösen. Mit Hilfe von Speiseöl, das sanft um die Hände verteilt und gerieben wurde, gelang dies nach einiger Zeit. Die Teilnehmer erwartet nun eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

„Letzte Generation“: Aktionen auch in weiteren deutschen Städten

Ähnliche Aktionen fanden auch in Heidelberg, Kempten, München, Stuttgart, Braunschweig, Köln und Bremen statt. Wie eine Sprecherin von der „Letzten Generation“ mitteilt, geschehen die Straßenblockaden unter der Forderung, dass Klimaschutzminister Robert Habeck von den Plänen vermehrter Öl-Bohrungen in der Nordsee abrücken und sich gegen neue fossile Infrastruktur einsetzen soll.

Rosa Reinisch (33), wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Göttingen, war eine der Aktivistinnen, die sich auf der Bürgerstraße befestigt hat: „Das Zeitfenster, in dem wir entscheidende Weichen Stellen können, um den Klimakollaps zu verhindern, schließt sich“, so Reinisch.

Die Erderwärmung werde ganze Staaten in die Vernichtung stürzen, aber statt einer Krisenwirtschaft plane Robert Habeck, russisches Öl mit Öl aus der Nordsee zu ersetzen. „Nur erneuerbare Energien sind ein wahres Friedensprojekt“, so Reinisch. (Stefan Rampfel)

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