Verkäufern fehlen Einnahmen

Straßenmagazin „Asphalt“ pausiert – und benötigt Spenden

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Göttingen: Tagessatz gibt es so nicht mehr. Die Straßenzeitung, die von armen und obdachlosen Menschen verkauft wird, heißt jetzt Asphalt/Tagessatz. Verkäufer Stefan Marx wird von Asphalt-Geschäftsführer Georg Rinke und der Göttinger Redakteurin Ute Kahle eingerahmt.

Als Folge der Corona-Krise stellt das niedersächsische Straßenmagazin „Asphalt“ vorübergehend den Verkauf ein. Das Magazin wird unter anderem von Wohnungslosen und Langzeitarbeitslosen verkauft, die vom Erlös einen Anteil bekommen.

Weil diese Einnahmen jetzt wegbrechen, bittet Asphalt-Geschäftsführer Georg Rinke um Unterstützung. „Die Verkäuferinnen, Verkäufer und wir sind jetzt noch mehr als sonst auf Ihre Solidarität angewiesen.“

Asphalt ersetze den Verkäufern die entgangenen Einnahmen so gut es gehe, sagte er. Unter anderem würden Einkaufsgutscheine herausgegeben. Doch Asphalt lebe ausschließlich vom Verkauf der Hefte und von Spenden. Das Projekt bekomme weder vom Staat noch von der Kirche Geld. „Jeder Spenden-Euro zählt jetzt“, appellierte Rinke.

Die Sozialarbeit des Magazins bleibe auch in der aktuellen Situation den Verkäuferinnen und Verkäufern für Einzelgespräche geöffnet, sagte der Geschäftsführer. „Die wichtige Gemeinschaft unter den rund 200 Asphaltern organisieren wir bestmöglich über soziale Netzwerke.“

Auf www.asphalt-magazin.de ist die die aktuelle Ausgabe im Internet verfügbar, die unter macke@asphalt-magazin.de auch als pdf-Datei bestellt werden kann. Die nächste Ausgabe erscheint wegen der Einschränkungen im öffentlichen Leben voraussichtlich erst Mitte April.

Das 1994 gegründete Straßenmagazin erscheint in Hannover und 14 weiteren niedersächsischen Städten in einer monatlichen Auflage von rund 22.500 Exemplaren. Vier professionelle Journalisten berichten dabei über soziale Themen wie Armut oder Wohnungslosigkeit. Die Verkäufer bieten das Blatt normalerweise für 2,20 Euro zum Verkauf an.  epd

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