Streifzug durch die Musikgeschichte: So gut klingt Göttingen

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Finale: Die Akteure des Göttinger Gipfeltreffens nach ihrem Streifzug durch 80 Jahre Musikgeschichte. Foto: Niesen

Göttingen. Stehende Ovationen gab es für die Musiker des „Gipfeltreffens - So gut klingt Göttingen“ in der fast ausverkauften Stadthalle.

Das war der Lohn für eine zweieinhalbstündige Zeitreise durch die Musikgeschichte (Göttingens) mit Künstlern, die aus der Stadt stammen oder die eine lange Verbindung zu ihr haben.

Von 1927 an bis heute führte die Reise der Gipfel-Premiere: Mit Ohrwürmern von „Just a Gigolo“ bis zur „Bohemian Rhapsody“. Und natürlich fehlte auch das Lied „Göttingen“ der französischen Chansonsängerin Barbara nicht.

Streifzug durch Göttinger Musikgeschichte

Der Chef des Göttinger Symphonieorchesters (GSO), Christoph Mathias Mueller, führte gut gelaunt durch das Programm, plauderte über Tanzlokale, Klubs und Musiker, die längst Geschichte sind. Er präsentierte Zeitzeugen wie Bernd Lünser von den legendären Panzerknackern und aktuell angesagte Musiker wie Seven Up, The Three Sisters (Ameli Dziemba, Julia Hansen und Christiane Eiben), Insa Rudolph, Adriano Batolba, Gerrit Zitterbart, Wojtek Bolimowksi und Rockröhre Maria Koch, die auch schon mal in die Rolle der Nena mit den 99 Luftballons schlüpfte.

Zwischendurch verteilte der Dirigent des GSO ein paar Spitzen: „Das Lied Göttingen hat mehr zur Versöhnung mit Frankreich beigetragen als jede Politikerrede. Das ist die Kraft der Musik.“ Oder er machte in freundlich pointierter Art zwischendurch Werbung für sein GSO, wenn er von „zeitloser Musik“ sprach: „Ich meine natürlich Klassik!“

Lars Wätzold als zweiter Moderator zog zwischendurch die Rolle des Dirigenten an sich, als er zusammen mit dem Publikum den durch die Sesam-Straße und die Muppet-Show in den 1970er Jahren bekannt gewordenen Song „Mah Nà Mah Nà“ anstimmte. Mueller kommentierte spitzbübisch: „Wenn Dirigieren so einfach wäre.“

So perlten die Nummern bis zum großen Finale, zu dem sich alle auf der Bühne trafen mit der „Bohemian Rhapsody“ von Queen, den obligatorischen Zugaben und dem Versprechen, dass es am 12. und 13. März 2016 eine Neuauflage des Gipfeltreffens geben wird.

„So gut klingt Göttingen“ hatten die beiden Organisatoren Christoph Jess und Michael Thenner die Premiere ihres Gipfeltreffens im Untertitel genannt. Nach den zweieinhalb Stunden konnte man an diesem Abend nur noch sagen „So gut klang Göttingen“ und sich auf 2016 freuen. (zhp)

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