Leere im Bahnhof Göttingen

Großangelegter Lokführerstreik: Streik-Chaos blieb aus

Göttingen. Normalerweise herrscht am Sonntagnachmittag im Göttinger Bahnhof Hochbetrieb. An diesem Sonntag dagegen machte sich gähnende Leere breit: Offenbar hatten sich die meisten Reisenden rechtzeitig auf Zugausfälle wegen des Lokführerstreiks der Gewerkschaft GDL eingestellt.

Während sonst Menschenmassen die Bahnsteige bevölkern und den Tunnel zwischen Haupt- und Westeingang fluten, verlor sich an diesem Sonntagnachmittag nur eine überschaubare Zahl von Passagieren auf dem Bahnhofsgelände. Weder im Reisezentrum noch vor dem Info-Schalter der Bahn bauten sich dauerhaft längere Warteschlangen auf.

Alternativen

Die Bahn hatte sich offenbar gut vorbereitet. Auf der Anzeigentafel in der Bahnhofshalle wurden für Reisende Alternativen für ausgefallene Züge aufgeführt. Richtung Norden verwies die Bahn vornehmlich auf den Metronom, Richtung Süden auch auf den Cantus. Die Privatbahnen waren nicht von dem Streik betroffen. Zusätzlich zu den Anzeigen gab es laufend Lautsprecherdurchsagen. Auch der Hinweis, dass der ICE 375 um 16.55 Uhr Richtung Basel, der zu den wenigen nicht gestrichenen Fernzügen gehörte, voll besetzt sei, führte nicht zu Rangeleien. Die Reisenden suchten sich ein Plätzchen in den Eingangsbereichen der Waggons.

Reisende, die wegen des Lokführerstreiks mindestens 60 Minuten zu spät oder gar nicht an ihr Ziel kamen, haben Anspruch auf zumindest teilweise Erstattung des gezahlten Fahrkartenpreises. (p)

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