Streik am Mittwoch in Südniedersachsen: Verwaltungen, Kitas und ÖPNV betroffen

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Mittwoch in Süd- und Ost-Niedersachsen zum Streik auf. Betroffen sind Kitas, Krankenhäuser und Verwaltungen. Im Bus- und Bahnverkehr wird es zu Behinderungen kommen.

Bestreikt werden laut Verdi am Mittwoch, 12. April, Kommunalverwaltungen, Kitas, der ÖPNV, Jugendzentren, Energieversorger, die kommunale Abfallwirtschaft, Jobcenter und die Agentur für Arbeit, Bundeseinrichtungen und städtische Bäder in Göttingen, Einbeck, Braunschweig, Peine, Salzgitter, Wolfsburg, im Harz und in allen Landkreisen und kreisangehörigen Gemeinden.

ver.di-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller hofft auf das Verständnis der Bürger, wenn es zu Beeinträchtigungen kommen sollte: „Wer sich die ständig wachsenden Steuereinnahmen ansieht, wird verstehen, dass auch die Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes, des ÖPNV und der Ver- und Entsorgung an der positiven Entwicklung teilhaben wollen“, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Die Streikenden aus Süd- und Ost-Niedersachsen werden am Mittwoch mit 50 Bussen zur Verdi-Streikkundgebung nach Hannover fahren und gemeinsam mit Kollegen aus Hannover und Umgebung auf dem Opernplatz demonstrieren.

Wir tragen hier in den folgenden Tagen zusammen, was Sie in der Region wissen müssen. Und wo genau es überall zu Streik-Auswirkungen kommen wird. 

Bereits am Dienstag wird in Nordhessen gestreikt

Darum weitet Verdi die Warnstreiks aus

Nicht nur in Nordhessen und Südniedersachsen, sondern in weiten Teilen Deutschlands müssen sich die Menschen in der kommenden Woche auf erhebliche Beeinträchtigungen im öffentlichen Dienst einstellen. Vor der wahrscheinlich entscheidenden Tarifrunde für die Beschäftigten von Bund und Kommunen am 15. und 16. April wollen die Gewerkschaften ab Dienstag ihren Druck auf die Arbeitgeber erhöhen und ihre Warnstreiks ausweiten.

Mit den Streiks soll der Druck auf die Arbeitgeber im Bund und den Kommunen erhöht werden, erklärte Verdi am Freitag. Die nächste Runde findet übernächsten Sonntag in Potsdam statt. Verdi fordert für die bundesweit 2,3 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt. (dpa)

Rubriklistenbild: © Stephanie Pilick/dpa

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