Jeder zweite Mitarbeiter im eintägigen Warnstreik

Toys ‚R‘ Us in Göttingen: Streik im Spielwarenmarkt

Im Ausstand: Sechs von zwölf Mitarbeitern der Filiale Göttingen von Toys ‚R‘ Us traten am Montag in einen eintägigen Warnstreik und fuhren zu einer Protestkundgebung nach Köln. Foto: Braukmüller/verdi/nh

Göttingen. Streik im Spielwarengeschäft: In der Göttinger Filiale von Toys ‚R‘ Us sind am Montag sechs von zwölf Mitarbeitern in einen eintägigen Warnstreik getreten, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mit.

Während die Streikenden nach Köln fuhren, um an einer Protestkundgebung vor der Unternehmenszentrale teilzunehmen, hielten ihre sechs verbliebenen Kollegen den Betrieb in Göttingen aufrecht, bestätigte ein Sprecher Filiale der HNA.

Nach Gewerkschaftsangaben wollen die Streikenden im Zusammenhang mit einer aktuellen Entgelttarifrunde ihrer Forderung nach Anwendung des regionalen Einzelhandelstarifvertrages unterstreichen. Laut ver.di erhalten die meisten Beschäftigten bei Toys ‚R‘ Us nur den Mindestlohn von 8,50 Euro in der Stunde und arbeiten unfreiwillig Teilzeit, wobei völlig willkürlich Arbeitsbedingungen diktiert würden: „Solche Bedingungen führen geradewegs in die Armut und zu späteren Armutsrenten.“ Die Ankündigung, künftig 20 Cent mehr pro Stunde zahlen zu wollen, ändere daran nichts.

Toys ‚R‘ Us hat nach Gewerkschaftsangaben in Deutschland 65 Filialen mit 1700 Beschäftigtern. Neben Göttingen werden 14 weitere Filialen im Norden und Westen Deutschlands bestreikt.

Von Toys ‚R‘ Us in Göttingen und der Unternehmenszentrale in Köln war am Montag keine Stellungnahme zu erhalten.

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