Streit um gespendete Kleider: Sechs Flüchtlinge verletzt

Schulturnhalle in Rosdorf: Sie dient derzeit als provisorische Flüchtlingsunterkunft. Foto: cge

Rosdorf/Adelebsen. Sechs Flüchtlinge wurden am Montag bei einem Streit um Kleiderspenden in einer Schulturnhalle in Rosdorf verletzt. Das berichtet die Polizei.

Der Konflikt war gegen 10.25 Uhr entbrannt. Dabei soll ein Asylsuchender auf andere Mitbewohner mit einer Holzlatte eingeschlagen haben. Dabei erlitten sechs Flüchtlinge Verletzungen, darunter eine junge Frau, ein Heranwachsender und ein acht Jahre alter Junge. Sie erlitten leichte Prellungen sowie Hautabschürfungen und wurden ambulant von der Mannschaft eines Rettungswagens behandelt.

Der Hausmeister der Schulturnhalle hatte die Beamten alarmiert. Sofort fuhren mehrere Streifenwagen verschiedener Dienststellen der Göttinger Polizei und Beamte der Göttinger Bereitschaftspolizei zum Schulgelände. Was sich dort zuvor genau zugetragen hat, ist derzeit noch unbekannt. Die Sachverhaltsaufnahme vor Ort gestaltete sich wegen Verständigungsproblemen zunächst schwierig.

Vermutlich gerieten zehn Flüchtlinge unterschiedlicher Herkunft während der Auswahl von gespendeten Bekleidungsgegenständen auf dem Schulhof in Streit. Im Verlauf der Auseinandersetzungen soll es dann zu Tritten und Schlägen gekommen sein.

Schon bald sollen Flüchtlinge in der ehemaligen Schule in Adelebsen untergebracht werden. Damit bestätigten sich am Montag entsprechende Pläne. Die Flüchtlinge waren in der vergangenen Woche von Groß Schneen nach Rosdorf gebracht worden. Die Turnhalle des Friedländer Ortsteils, in dem die Flüchtlinge schliefen, war bei einem Unwetter überflutet worden – wir berichteten.

In Rosdorf können die Flüchtlinge allerdings nur noch bis zum Ende der Sommerferien in der kommenden Woche bleiben. Dann soll die Halle wieder für den Schulbetrieb zur Verfügung stehen. Deshalb soll schnellstmöglich die ehemalige Haupt- und Realschule in Adelebsen als Unterkunft für die Asylbewerber genutzt werden.

Damit bestätigten sich Pläne, die am Wochenende bekannt wurden. Die Schule in Adelebsen war mit Beginn der Sommerferien wegen zu geringer Schülerzahlen geschlossen worden.

Am Dienstag ist Bundesinnenminister Thomas de Maizière im Grenzdurchgangslager in Friedland zu Gast. Dabei will er sich über die Arbeit dort informieren.

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