Stromleitung Wahle-Mecklar: Unterlagen liegen öffentlich aus

Höchstspannungsleitung: Mit der künftigen Trasse von Wahle in Niedersachsen nach Mecklar bei Bad Hersfeld soll unter anderem Strom aus Windkraftanlagen nach Süden übertragen werden. Symbolbild: dpa

Göttingen. Das Genehmigungsverfahren für die 380.000-Volt-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar geht in Südniedersachsen in die nächste Phase. Das teilt der Netzbetreiber Tennet mit.

Die Planunterlagen für den 48 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Umspannwerk Hardegsen und der Landesgrenze nach Hessen werden zwischen dem 21. April und 20. Mai öffentlich ausgelegt.

Während des gesetzlich vorgesehenen Beteiligungsverfahrens haben alle Bürger, Bürgerinitiativen, Verbände, Kommunen und Behörden damit die Möglichkeit, die Planfeststellungsunterlagen einzusehen. Bis einschließlich 3. Juni besteht außerdem die Gelegenheit, sich offiziell zum Abschnitt zwischen dem Umspannwerk Hardegsen und der Landesgrenze bei der Genehmigungsbehörde zu äußern.

Im Bereich Göttingen gibt es eine Besonderheit: Auf einer Länge von 5,5 Kilometern plant Tennet einen Erdkabelabschnitt. Dieser beginnt östlich von Hetjershausen, verläuft östlich von Groß Ellershausen parallel zur Autobahn 7 und endet südlich von Ohlenhusen in der Gemeinde Rosdorf. Tennet ist nach eigenen Angaben beim Einsatz von Erdkabeln im Höchstspannungsbereich in Europa führend. Nach Ende der Unterlagenauslegung und der Einwendungsfrist gehen die Einwendungen und Stellungnahmen zur Bewertung an Tennet. Das Verfahren schließt mit dem Planfeststellungsbeschluss ab.

Die geplante Höchstspannungsleitung soll Wahle in Niedersachsen mit Mecklar bei Bad Hersfeld in Nordhessen verbinden. Energieknotenpunkte sind dabei die Umspannwerke an den Endpunkten der Leitung sowie die Umspannwerke in Lamspringe und Hardegsen. Dort wird die Energie in die Regionen verteilt oder bei Bedarf aus den Regionen abtransportiert. „Die rund 230 Kilometer lange Leitung erhöht außerdem die Übertragungskapazität für Windenergie in der Nord-Süd-Achse und gewährleistet auch in Zukunft die Versorgungssicherheit und Netzstabilität in Niedersachsen und Nordhessen“, so Tennet.

Außerdem gibt es Sprechzeiten zu dem Projekt in den Rathäusern entlang der Strecke:

• Gemeinde Rosdorf: Gemeindezentrum, Am Plan 1, Donnerstag, 23. April, von 17.30 bis 20 Uhr.

• Stadt Göttingen: Neues Rathaus Hiroshimaplatz 1 bis 4, Freitag, 24. April, 9.30 bis 12 Uhr.

• Flecken Bovenden: Rathausplatz 1, Montag, 27. April, von 17 bis 19 Uhr.

• Gemeinde Staufenberg: Hannoversche Straße 21, Dienstag, 28. April, von 17 bis 19 Uhr.

• Samtgemeinde Dransfeld: Kirchplatz 1, Donnerstag, 30. April, von 15 bis 19 Uhr.

www.wahle-mecklar.de

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