Neues Mobilitätsprojekt

Stromriese setzt auf E-Roller: 50 kleine Flitzer in Göttingen

Ein E-Roller von Eon: 50 der kleinen Flitzer stehen jetzt in Göttingen zum Ausleihen bereit.
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Ein E-Roller von Eon: 50 der kleinen Flitzer stehen jetzt in Göttingen zum Ausleihen bereit.

Göttingen wird immer mehr zum Hotspot für E-Mobilität im Nahbereich.

Göttingen – Nachdem innerhalb von wenigen Monaten fast 1000 E-Scooter die Straßen der Uni-Stadt erobert haben, geht der Eon jetzt mit 50 Elektro-Rollern an den Start – dazu Fragen und Antworten.

Was sind das für Fahrzeuge?
Mit dem Projekt „Eon-Drive“ gehen 50 Roller mit Elektroantrieb in den Ausleihbetrieb. Sie bieten Platz für bis zu zwei Personen – passende Helme samt Einweg-Hygienehauben sind in einem Fach untergebracht.
Braucht man für den Roller einen Führerschein?
Ja, für die Benutzung ist ein EU-Autoführerschein (Klasse B oder 3) erforderlich. Bei der Registrierung (Gebühr: 4,95 Euro), die bis zu 24 Stunden dauern kann, wird überprüft, ob der Führerschein vorhanden ist.
Wer steckt hinter dem neuen Projekt?
Der börsennotierte Energiekonzern Eon wagt sich mit „Eon-Drive“ in den Mobilitätssektor. Viele kennen das deutsche Unternehmen als Strom- und Gasanbieter.
Wie funktioniert das Ausleihen bei Eon-Drive?
Ähnlich wie bei den E-Scootern: Dazu gibt die App „E-Roller E.ON Drive“, die auf ein Smartphone geladen wird. Auf einer interaktiven Karte werden den Nutzern dann die einzelnen Standorte der E-Roller angezeigt. Nach der Buchung kann der Roller über die App freigeschaltet werden. Die Fahrt kann anschließend beginnen. Die Bezahlung erfolgt per Kreditkarte.
Wie sieht es mit den Kosten aus?
Die Nutzung kostet 23 Cent pro Minute und bewegt sich damit im Bereich des teuersten E-Scooter-Anbieters. Eine 30-minütige Spritztour kostet also 6,90 Euro. Eine Freischaltgebühr wird nicht erhoben. Eon-Kunden zahlen 19 Cent je Minute fürs Fahren. Es gibt eine Preisobergrenze: Maximal fallen 30 Euro pro Tag an. Wer den Roller zwischendurch parken und im Anschluss weiternutzen möchte, zahlt für den Parkvorgang zehn Cent pro Minute.
In welchen Bereichen Göttingens kann man die E-Roller nutzen?
Man darf mit „Eon-Drive“ im gesamten Stadtgebiet und darüber hinaus unterwegs sein. Die Fahrt beenden darf man aber nur im „Geschäftsgebiet“. Das beschränkt sich im Wesentlichen auf die Innenstadt, Weende und den nördlichen Bereich von Geismar.
Gibt es auch Strafgebühren?
Ja. Wer den E-Roller außerhalb des „Geschäftsgebiets“ abstellt, muss mit einer Strafgebühr von 100 Euro rechnen. Wenn ein falsch abgestellter Roller durch das Serviceteam umgeparkt werden muss, so werden 50 Euro fällig. Die Roller werden ständig per GPS überwacht.
Wie läuft die Wartung der Roller ab?
In der Regel werden die Roller im Laufe des späten Abends von einem Serviceteam eingesammelt, über Nacht aufgeladen und am anderen Morgen wieder aufgestellt. Außerdem dürfte es möglich sein, vor Ort die Akkus einfach auszutauschen.
Ist der Göttinger Markt für die E-Mobilitäts-Anbieter groß genug?
Das lässt sich noch nicht abschließend beantworten. Göttingen ist eine junge Stadt. Deshalb hoffen allen Anbieter auf viele Fahrten. Im vergangenen Jahr musste die Scooter-Branche durch die Pandemie einen Dämpfer hinnehmen. Deshalb versuchen die Anbieter, in diesem Jahr durchzustarten. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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