Studenten helfen jungen Flüchtlingen beim Deutschlernen

Göttingen. Studierende der Universität Göttingen unterstützen Flüchtlinge an den Berufsbildenden Schulen in Göttingen, Hann. Münden und Northeim beim Sprachunterricht. Jetzt waren sie zu einer Erkundungstour an die Hochschule eingeladen.

Ziel des Tages mit Theaterbesuch und Campus-Rallye sei es, Flüchtlingen den Ort zu zeigen, an dem die Studenten lernen, wenn sie nicht im Unterricht helfen, sagt Dr. Susan Seeber, Professorin für Wirtschaftspädagogik. „So können möglicherweise auch Türen geöffnet werden. Wir wollen mit beruflichen Schulen in Kontakt treten.“

Projekt seit sechs Monaten

Seeber war auch diejenige, die das „Projekt zur Unterstützung bei der Sprachförderung und Integration von Schutz- und Asylsuchenden an beruflichen Schulen“ vor etwa sechs Monaten für den Erfahrungsaustausch initiiert hat. „Die Studenten der Wirtschaftspädagogik wollen alle einmal Lehrer werden. Ich dachte, da passt so eine Kooperation gut“, sagt sie.

Studierende der Wirtschaftspädagogik, Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre sind jeweils zu zweit einmal wöchentlich in einer Klasse der Berufsbildenden Schulen in Göttingen, Hann. Münden und Northeim zu Gast. Dort unterstützen sie Lehrer und Flüchtlinge im Alter von 16 bis 21 Jahren im Unterricht. Sie sprechen in den Pausen mit den Jugendlichen Deutsch, helfen bei Gruppenarbeiten sowie bei Vor- und Nachbereitung des Unterrichts. „Wenn die Schüler Gesprächsbedarf haben, wenden sie sich eher an die Studenten als an ihre Lehrer“, berichtet Seeber.

Zum Start des Projekts hätten sich 42 Studenten beteiligt, in dem im Oktober beginnenden Semester seien 37 als ehrenamtliche Helfer dabei. Für ihren Einsatz an den Schulen erhalten die Studenten einen zweitägigen Workshop, während des Projekts gebe es immer wieder Schulungen, sagt Seeber. Diese behandeln Themen wie Deutsch als Fremdsprache und den Umgang mit Traumata.

Bei Schulungen zum Deutschunterricht werde die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät auch von der Interkulturellen Germanistik mit Programmen zum Sprache- lehren unterstützt. (chm)

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