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Göttingen: Studenten fordern Kann-Semester

Studenten der Universität Göttingen setzen sich auf dem Platz der Göttinger Sieben für ein Kann-Semester ein.
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Studenten der Universität Göttingen setzen sich auf dem Platz der Göttinger Sieben für ein Kann-Semester ein.

Sie sitzen oder stehen vor dem Podest auf dem Platz der Göttinger Sieben. Dort haben Studenten der Universität Göttingen unter dem Motto „Geld für Bildung! Studi-Hilfen - Hochschulfinanzierung - Kann Semester“ demonstriert.

Göttingen – Ihr Ziel war es, am Dienstag auf die Themen Studien- und Hochschulfinanzierung aufmerksam zu machen, heißt es in einer Mitteilung des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA).

Zur aktuellen Situation der Studenten sagt Hauke Bruns, Sozialreferent des AStA, bei der Demonstration: „Eine Generation von Studenten wird gezwungen, sich zu verschulden oder das Studium abzubrechen.“

Für die Einführung eines Kann-Semesters machen sich laut Mitteilung der Grünen auch alle Fraktionen im Rat der Stadt Göttingen stark. Im Rat wurde eine entsprechende Resolution beschlossen. „Um zu begreifen, wie wichtig ein Kann-Semester ist, gilt es, eine Frage zu beantworten: Kann jemand erwarten, dass es alle Studierenden unabhängig von ihrer Lebenssituation schaffen, unter diesen Bedingungen ihre Leistungsnachweise in dem Maße zu erbringen, wie es in einem normalen Semester der Fall gewesen wäre?“, sagt Uli Holefleisch (Grüne), Bürgermeister der Stadt Göttingen: „Für uns ist die Antwort klar. Deshalb stehen wir solidarisch an der Seite der Studierenden.“

Die Gründe dafür seien die fehlende technische Ausstattung, ein fehlendes angemessenes Arbeitsumfeld, die lange Schließung der Bibliotheken, fehlender Informationsfluss und eine höhere zeitliche Belastung durch höhere schriftliche Anteile. Hinzu kämen größere Belastungen durch Selbststudium und Nachholprüfungen, fehlende Kinderbetreuung, erhöhter Vorbereitungsaufwand, Konzentrationsschwierigkeiten und die Sorge vor hohen Langzeit- und Zweit-Studiums-Gebühren. Ein großes Problem beim Lehren und Lernen seien zudem fehlende soziale Kontakte in den Veranstaltungen.  

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